Die 4,5 Trennungsphasen überwinden

Die 4,5 Trennungsphasen überwinden

Schlimmere Sätze als „Ich verlasse dich“ oder „Es ist aus!“ gibt es kaum in einer Beziehung. Denn sie bedeuten die Trennung, den Schluss, das Ende der Beziehung. Der Verlassene stürzt meist in eine tiefe Krise. Der Verlassende atmet auf – und macht trotz allem ebenfalls die 4,5 Phasen der Trennung durch. Und das bedeutet erst einmal Schmerz, Trauer und Wut darüber, dass die Beziehung enden musste …

Die 4,5 Phasen der Trennung

Du kannst es kaum fassen: Dein Partner hat Schluss gemacht! Vielleicht kam es überraschend, vielleicht war das Ende schon irgendwie vorgezeichnet. Vielleicht bist Du insgeheim sogar froh, dass es nun wenigstens offen ausgesprochen ist.

Trotzdem schmerzt es. Und zwar sehr! Dir stehen jetzt die 4,5 Phasen der Trennung bevor. Und du musst alle absolvieren, um weiter zu gehen. Die Experten sind sich nicht ganz einig, ob die Reihenfolge variabel ist. Sicher ist aber, dass in irgendeiner Form jede dieser Trennungsphasen ihren Sinn hat. Es ist wichtig und richtig, an der Liebe und dem geliebten Partner festhalten zu wollen. Wer zu schnell aufgibt, kann sich das hinterher oft nur schwer verzeihen. Es ist auch richtig, in der nächsten Trennungsphase seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Wer alles in sich hinein frisst, wird davon nur zu schnell krank. Und letztlich dreht sich die Welt weiter und erfordert eine Neuorientierung. Plus die Offenheit, dass Du Dich auf neue Beziehungen einlassen willst. Aber jetzt ganz im Detail: Diese Trennungsphasen sind zu erwarten.

Trennungsphase #1: „Das ist doch gar nicht so gemeint!“

Vielleicht war das Gespräch absolut glasklar, trotzdem herrscht Unglaube. Es ist sogar ganz normal, die Trennung erst mal zu verleugnen. Wer verliert schon gern einen geliebten Menschen? Eben. Deshalb werden Trennungen ganz zu Beginn gar nicht für voll genommen. Vielleicht machst Du als Verlassene sogar weiter wie bisher. Aber täusch Dich nicht: Wenn Dein Partner Dich verbal vor die Türe setzt, dann ist das auch so gemeint. Bitter, aber zunächst nicht zu ändern.

Für den Verlassenden ist das übrigens auch alles andere als leicht. Meist trägt er oder sie sich schon länger mit dem Gedanken, die Beziehung zu beenden. Es dann wirklich durchgezogen zu haben? Fühlt sich total unwirklich an.

Die Erste Hilfe in dieser Situation ist meistens: Einen guten Freund suchen. Sprich über die Trennung. Hängen neben Deinem Herz auch noch eine gemeinsame Wohnung, Haustiere oder Kinder mit dran? Auch wenn Du die Trennung am liebsten verleugnen möchtest, Du musst handeln! Verlassene brauchen hier häufig die spontane Hilfe von Freunden, um die nächsten Schritte zu händeln.

Trennungsphase #2: Hochkochende Gefühle

Ganz klar: Hier kommt die Wut. Manchmal auch Verzweiflung. Und meistens Trauer über das Ende einer Liebe. Und ja, das gilt für beide, den Verlassenden und den Verlassenen. Wenn Du dich gerade am liebsten vor der Welt verstecken möchtest, dann ist das ein ganz normaler Teilschritt der Trennungsphase. Lass es raus – in Form von Tränen und Wutausbrüchen. Wenn Dir Sport hilft, dann nutze den, um den Kopf leer zu bekommen. Das Herz wird weiter schmerzen, aber die Gefühle brauchen definitiv ein Ventil.

Perfekte Ventile, um die Gefühle in der Trennungsphase herauszulassen:

  • Kontaktsportarten wie Boxen, Judo oder Ballsportarten wie Fußball und Tennis, die Dich richtig auspowern

  • Klassische Mädchen-/Jungsabende mit Alkohol, Fastfood und typischen Lästereien, um die guten Gefühle für den Ex zu bekämpfen

  • Gemeinsame Erinnerungsstücke ausräumen und entsorgen

Bei Letzterem denk aber daran, dass manche Erinnerungsstücke später schmerzlich vermisst werden. Sinnvoller kann es sein, sie im ersten Schritt in einer Kiste zu verstauen und sicher wegzuräumen.

Ein komplettes Kontaktverbot ist meistens auch angebracht. Allein schon, um dem Ex keine gemeinen Beschuldigungen um die Ohren zu hauen. Oder sich selbst durch einen Zusammenbruch zu blamieren.

Experten empfehlen allerdings, diese Gefühle aufzuschreiben. Niemals an den Ex abschicken, aber aufbewahren kann man diese Trennungsgedanken in schriftlicher Form durchaus.

Wichtig ist, diese Gefühle als genau das zu nehmen, was sie sind. Nämlich als Phase. Der Schmerz, die Wut und die Trauer werden vorbei gehen. Irgendwann lassen diese Gefühle endlich nach. Falls nicht, sollte eine psychologische Beratung in Betracht gezogen werden, zumindest nach einer angemessenen Wartezeit.

Trennungsphase #3: Krönchen richten und …

Es ist schön, wenn der schlimmste Schmerz vorüber ist. Dann heißt es, aufrappeln und weitermachen mit allem. Wenn Du dich in der letzten Trennungsphase wenig um Äußeres gekümmert hast, ist der erste Schritt meistens der zum Friseur. Vielleicht noch zusätzlich in ein Spa oder in das Fitnessstudio Deiner Wahl einkehren – alles, was Dir guttut, ist erlaubt.

Triff Freunde, unternimm endlich etwas, was in der vorherigen Beziehung nie klappen wollte. Dein Ex konnte Festivals nicht leiden? Dann besuch eins oder zwei. Wenn der gemeinsame Freundeskreis zu schmerzhaft ist, wird es Zeit für neue Freunde. Oder neue Hobbys. Teste aus, was Dir genau jetzt Spaß macht.

Verkneife Dir dabei den Blick auf den oder die Ex. Ist schon ein neuer Partner da? Oder passieren da gerade Dinge im Leben, die in Eurer Beziehung undenkbar waren? Loslassen und darüber hinwegsehen sind wichtige Etappen dabei, die Trennungsphasen zu absolvieren. Wenn Dich die Wut überkommt, schreib Deine Gefühle und Gedanken auf.

Trennungsphase #4: .. weitermachen!

Du hast Dich den schönen Dingen der Welt wieder zugewandt? Dann ist auch meist die Zeit für neue Bekanntschaften gekommen. Auch wenn man es am Anfang kaum glauben konnte, das Leben geht tatsächlich weiter. Und neu gewonnene Freundschaften bedeuten außerdem häufig neue Beziehungen. Jeder neuer Partner verdient es, mit einem Blanko-Schein in die Beziehung zu starten.

Hier kommt Dir zugute, wenn Du dich bereits um neue Hobbys, Erlebnisse und Freunde gekümmert hast. Denn dann ist das „weitermachen“ gar nicht mehr so schwer.

Die halbe Trennungsphase ganz zum Schluss

Wenn Du Dich einem neuen Partner zuwendest, dann kommt dieses letzte kleine Quäntchen. Denn du musst Deinen alten Partner tatsächlich loslassen und Dich vom Ballast der letzen Beziehung befreien. Selbst wenn Du Dir gute Chancen ausrechnest, Deinen Ex oder Deine Ex irgendwann wieder für Dich zu gewinnen. Trennungen haben ihre Gründe und von denen solltest Du Dich losreißen.

0 Shares
Share
Tweet
+1
Pin