Deine Beziehung ist nicht mehr so glücklich? Und Du denkst daran, diese zu beenden? Doch gleichzeitig ist da diese Angst vor der Trennung?

Ich habe mich intensiv mit genau diesem Thema befasst. Und herausgefunden, wie sich diese Angst bewältigen lässt. Dies will ich Dir in dem folgenden Beitrag zeigen:

1) Wie Du die Angst vor der Trennung überwindest.

2) Welche Sorten von Angst es gibt.

3) sowie ein kurzes Fazit ziehen.


Wie kann man seine Angst vor einer Trennung überwinden?

Du bist längst nicht mehr glücklich in der Beziehung. Doch gleichzeitig ist da diese Angst. Die Angst davor, sich zu trennen. Endgültig den Schlussstrich zu ziehen.

Die gute Nachricht ist: Das Problem lässt sich überwinden. Wie Dir das gelingt, will ich Dir in den nächsten Abschnitten zeigen:

1.) Erst einmal muss man erkennen wovor man bei einer Trennung Angst hat

Sich selbst zu verstehen, ist der erste Schritt. Denn so kann man seinen persönlichen Ängsten besser begegnen. Frage Dich deshalb: Wovor hast Du genau Angst? Was steckt dahinter?

Dies sind die häufigsten Gründe:

  1. Angst wegen dem Alleinsein

  2. Angst vor Trennung aus Angst davor verletzt zu werden

  3. Angst vor Trennung weil man anderen noch liebt

  4. Angst vor Trennung aus Angst es nicht zu bewältigen

  5. Angst vor Trennung wegen Schuldgefühle

  6. Angst vor Trennung wegen Angst vor Nähe

  7. Angst vor falscher entscheidung

  8. Angst vor Trennung wegen gemeinsamen Kind

  9. Angst vor Trennung aus finanziellen Gründen

  10. Angst vor Trennung wegen gemeinsamer Wohnung

  11. Angst vor Trennung und Angst vor Gewalt

  12. Angst vor Trennung als Borderline

Ich habe Dir nun die verschiedenen Phobias vorgestellt. Diese werden weiter unten noch ausführlicher erklärt!

2.) Entwickle eine angepasste Lösung – ein Maßnahmenplan, um die das Problem zu überwinden

Du weißt nun, was „Deine“ Angst ist. Nutze dieses Wissen nun! Indem Du einen angepassten Maßnahmenplan erstellst. Weiter unten gehe ich auf genau diesen Punkt noch einmal ein.

Warum ist es wichtig zu wissen, wovor ich bei einer Trennung Angst habe?

Ich will Dir helfen! Doch kann ich dies nur dann, wenn ich Deine Situation kenne. Wenn ich weiß, was bei Dir Sache ist. Was hinter der Angst vor der Trennung steckt.

Denn Fakt ist: Jemand, der sich aus finanziellen Gründen (noch) nicht von seinem Partner trennen möchte, hat eine ganz bestimmte Angst. Die wiederum einen entsprechenden Maßnahmenplan verlangt.

Dieser fällt anders bei jemandem aus, der Angst vor der Trennung wegen dem Alleinsein hat. Dies sollte man unbedingt mit beachten!

Nun hast Du gesehen, warum ein individueller Maßnahmenplan für das Behandeln der Angst so wichtig ist. Doch welche Ängste vor der Trennung gibt es überhaupt? Schauen wir uns diese im Folgenden mal genauer an!

Angst vor einer Trennung wegen dem Alleinsein

Das ist eigentlich der häufigste Grund: Man will die Beziehung nicht beenden, weil man unbewusst Angst vor dem Alleinsein hat.

Woher kommt diese Angst?

Es ist eine Ur-Angst des Menschen: die Angst, vor dem Alleinsein. Doch woher kommt sie eigentlich?

Grund 1: Jeder hat Angst vor der Zurückweisung. Weil im Grunde jeder von uns geliebt werden möchte. Wenn diese Zurückweisung kommt, tut dies sehr weh.

Grund 2: Der Mensch ist ein soziales Wesen – und braucht den Kontakt mit Anderen. Deren Wertschätzung und Anerkennung – siehe Grund 1. Nur die Allerwenigsten können die meiste Zeit mit sich allein sein. Alle anderen brauchen Menschen um sich. Menschen, die sie nehmen, schätzen und anerkennen, so wie sie sind.

Grund 3: Man ist an den Anderen gewöhnt. Vor allem, wenn man eine sehr lange Beziehung geführt hat. Man verlässt sich in gewisser Weise auf den Anderen. Man weiß: er oder sie ist da. Bei Problemen, Konflikten, etc. mit dem Umfeld kann ich mich an ihn/ sie wenden.

Doch diese Gewohnheit kann schnell dazu führen, dass man eine gewisse Phobie vor dem Alleinsein entwickelt. Die Verantwortung abgibt. Und das Gefühl hat: „Wenn er oder sie geht, stehe ich mit nichts da.“

Wie kann man diese Angst überwinden – Schritt für Schritt?

Wie aber kannst Du diese Angst überwinden? Ich habe hierfür einen Schritt für Schritt Plan für Dich erstellt. Mit dem Dir genau dies gelingen kann:

Schritt 1: Stelle Dich deiner Angst. Mache Dir bewusst, dass Du unter dieser Angst leidest. Das ist der erste wichtige Schritt. Schaue hin, wie stark diese Angst ausgeprägt ist. Und wie sehr sie Dich bei Deinen Entscheidungen behindert.

Schritt 2: Schaue, woher diese Angst kommt. Häufig sind es spezielle Auslöser, die die Angst begründen. Erlebnisse in der Kindheit oder in der Jugend. Andere Erfahrungen. Was sind die Auslöser bei Dir?

Schritt 3: Entwickle einen Maßnahmenplan. Dieser sollte auf Deine Angst Rücksicht nehmen. Und auf diese eingehen.

Schritt 4: Setze den Maßnahmenplan um. Und zwar so schnell wie möglich!

Schritt 5: Gehe raus. Umgebe Dich mit anderen Leuten. Das lenkt Dich zum einen ab. Zum anderen zeigt es Dir: Du bist nicht einsam! Und nicht alleine. Es gibt ausreichend Personen, die Dich und Deine Art schätzen.

Schritt 6. Vertraue Dich jemandem an. Das Drüber sprechen ist sehr wichtig. Durch das Sich öffnen erhält man zum einen wertvolles Feedback und wichtige Unterstützung. Und: Du fühlst Dich nicht mehr einsam und allein. Sondern aufgefangen. Auf eine gute Art.

Angst vor Trennung aus Angst, davor verletzt zu werden, weil man noch liebt

Eine weitere Phobie, die mir in diesem Zusammenhang immer wieder unterkommt: Die Furcht vor dem verletzt werden. Weil noch Gefühle mit im Spiel sind… Doch wie solltest Du Dich in solch einem Fall verhalten?

Wie kann man diese Angst überwinden?

Die gute Nachricht: Auch diese Angst lässt sich überwinden. Wie, das will ich Dir hier zeigen:

1. Du musst Klarheit über eure Situation bekommen

Der erste Schritt ist mit der Wichtigste. Wie Du diesen umsetzen kannst? Vor allem, indem Ihr beide offen miteinander redet. Ein ehrliches Gespräch führt, bei dem nichts verborgen bleibt.

Packt Eure Karten auf den Tisch. Auch, wenn es vielleicht schwer fällt. Doch ist es wichtig – für Euch beide!

2. Du musst mit deinem/r Partner/in alles bereden – deine Ängste mitteilen

Ich weiß selbst, wie schwer es manchmal ist, sich zu öffnen. Seine Ängste dem Partner gegenüber mitzuteilen. Vor diesem einzugestehen.

Doch es braucht genau das. Nur so wird er Dich und Dein Verhalten besser verstehen können. Darauf eingehen. Und reagieren. Versuche deshalb, diese Problematik zu überwinden! Und ihm/ ihr zu sagen, wie Du fühlst.

3. Du solltest einen Maßnahmenplan entwickeln. Falls es zur Scheidung kommt. Dich innerlich vorbereiten.

Nicht immer lässt sich eine Beziehung retten. Obwohl beide alles versucht haben. Deswegen ist ein weiterer wichtiger Schritt, sich der Angst vor dem Verletzt werden zu stellen: eine gute Vorbereitung.

  • Stelle einen Maßnahmenplan auf.

  • Der auf den Fall der Trennung eingeht.

  • Bereite Dich innerlich auf dieses Szenario vor.

  • So wirst du ruhiger und gelassener.

Was mir in solchen Situationen auch geholfen hat: Mir das Worst Case Scenario vorzustellen. Was ist das Schlimmste, das Allerschlimmste, das mir passieren könnte? Und wie wahrscheinlich ist es, dass dies eintritt? Eben…

4. Er/sie war nicht der/die Richtige.

Du bist nun (hoffentlich) ruhiger und gelassener. Kannst der Entwicklung, dem natürlichen Gang der Dinge besser und entspannter entgegen sehen.

Denn es ist möglich, dass es zur zum Auseinandergehen kommt. Führe Dir in diesem Fall vor Augen: Er oder sie war nicht der / die Richtige für Dich. Es gab etwas, das in der Beziehung gefehlt hat. Mindestens einer von Euch beiden war nicht glücklich. Es passte einfach nicht mehr…

5. Hinterfrage, ob eine einseitige Abhängigkeit vorliegt – wenn ja, warum. Willst du das…

Ich beobachte häufig in diesem Zusammenhang: Es liegt eine einseitige emotionale Abhängigkeit vor. Was ich damit sagen will? Einer von beiden liebt mehr als der Andere.

Hängt von dessen Zuwendung, von dessen Liebe ab. Er braucht ihn/ sie. Klammert sich gewissermaßen an ihn.

Ist dies auch bei Dir der Fall? Fällt Deine Liebe größer aus als die Deines Partners/ Deiner Partnerin? Und wenn ja: Warum ist dies so?

Stellt sich natürlich die Frage: Willst Du das wirklich? Willst Du für den Rest Deines Lebens in solch einer emotionalen Abhängigkeit verharren? Wenn nicht: Zeit, die Konsequenzen zu ziehen! Und unabhängig(er) zu werden..

Angst vor Trennung wegen Schuldgefühle

Doch woher kommen diese Schuldgefühle dem Anderen gegenüber eigentlich? Und was lässt sich dagegen tun? Dies habe ich ebenfalls ausführlich beleuchtet:

Woher kommen die Schuldgefühle?

Um sich selbst und seine Ängste besser zu verstehen, hilft Folgendes: Schaue nach, woher diese Gefühle von Schuld dem Anderen gegenüber eigentlich kommen. Folgende Gründe können dahinter stecken:

1. der Andere kümmerte sich extrem viel: Er/ sie investiert sehr viel in die Beziehung. Reibt sich auf. Gibt sich in gewisser Weise vielleicht auf.

Bei Dir löst dieser große Einsatz jedoch ein gewisses Gefühl von Schuld aus. Denn Du hast das Empfinden, nicht so viel für die Beziehung zu tun. Die Beziehung gerät auf diese Weise in eine gefährliche Schieflage.

Und Du hast das Gefühl: „Ich kann ihn oder sie nicht alleine lassen. Denn was hätte er oder sie denn noch ohne die Beziehung?“

2. das Geben und Nehmen war nicht gleich verteilt: Stichwort emotionale Abhängigkeit. Der Eine definierte sich vor allem über die Beziehung. Brachte sich deshalb ein. Passte sich an den Anderen, an dessen Wünsche und Bedürfnisse an. Versuchte alles, um diesen zufrieden zu stellen.

Er gab also extrem viel. Der Andere hingegen weniger. Das Geben und Nehmen viel also sehr ungleich aus. Auch das löst Schuldgefühle aus!

3. man hat den Anderen vielleicht ausgenutzt: Vielleicht nicht bewusst. Doch hat man sich auf der Gutmütigkeit, der Liebe des Anderen, auf dessen Einsatz ausgeruht.

Unbewusst weiß man das. Und verspürt ein schlechtes Gewissen dem Anderen gegenüber. Deshalb wagt man es nicht, diesen zu verletzen. Und trennt sich nicht. Obwohl man es eigentlich gerne würde.

4. man hat den anderen immer noch gerne – aber Liebe ist nicht mehr vorhanden. Man schätzt den Anderen als Mensch. Mag ihn gerne. Doch auf die freundschaftliche Art (mittlerweile).

Die Liebe ist hingegen vergangen. Das tut einem leid. Das wollte man nicht. Und verspürt Schuldgefühle. Obwohl man gegen das Entwickeln der Gefühle eigentlich nichts kann. Schließlich hat man sich dies nicht ausgesucht!

Was kann man gegen die Schuldgefühle machen?

Zum Glück gibt es einiges, was Du gegen diese Gefühle von Schuld tun kannst. Hier sind meine Tipps für Dich:

Tipp 1: Bewusst werden – es geht um eigenes Glück: Du und Dein Glück: Es sollte stets an erster Stelle stehen. Das kommt Dir vielleicht egoistisch vor. Doch was bringt es Dir, in einer unerfüllten Beziehung zu verharren?

Der Andere spürt ja instinktiv, dass Du nicht glücklich bist. Und das macht auch ihn/ sie unglücklich. Auf diese Weise ist also keinem von Euch beiden geholfen! Und die Schuldgefühle werden so erst recht nicht verschwinden.

Tipp 2: Bewusst werden – wie würde das Leben ohne Änderung in 5 Jahren aussehen? Stelle Dir mal Dein Leben in fünf Jahren vor: Wenn Du nichts daran änderst. Wie fühlt es sich für Dich an? Willst Du das wirklich?

Du bist jetzt unzufrieden. Und die Wahrscheinlichkeit, dass dies bei keiner Änderung in fünf Jahren so bleibt, ist sehr, sehr hoch…

Tipp 3: Bewusst werden – Liebe kann man nicht erzwingen und Liebe ist unschuldig: Wie gesagt: Wir suchen uns unsere Gefühle nicht bewusst aus. Daher lässt sich die Liebe und Zuneigung auch nicht erzwingen.

Liebe passiert einfach. Sie ist da. Sie lässt sich nicht von Schuldgefühlen und co beeindrucken. Sie ist in gewisser Weise unschuldig und rein.

Tipp 4: Bewusst werden – Er/sie nimmt es vielleicht viel besser auf: Wir unterschätzen häufig, wie viel/ wenig wir dem Anderen zumuten können. Steigern uns in Ängste hinein, die gar nicht vorhanden sind.

Dabei ist der Andere oftmals stärker als man denkt. Kommt besser mit der Situation klar. Es ist daher einen Versuch wert! Es sei denn, Du willst auch weiterhin unglücklich in der Beziehung sein..

Angst vor Trennung wegen Angst vor Nähe

Was ich ebenfalls beobachte ist eine starke Bindungsangst. Gleichzeitig kann man aber auch nicht alleine sein. Sehnt sich danach, eine Beziehung einzugehen. Wie soll man mit dieser Grundangst umgehen? Und woher kommt diese Panik vor der Nähe eigentlich?

Woher kommt Angst vor Nähe?

Diese Angst kann mehrere Ursachen haben. Hier ein paar Beispiele:

  • Elternhaus: Wenn die Eltern keine bis kaum Gefühle zeigen, geben sie dies oftmals unbewusst an ihre Kinder weiter. Diese erfahren nicht die emotionale Zuwendung, die sie sich ersehen. Die sie brauchen. Und das prägt sie. Denn auch sie können mit Gefühlen kaum umgehen…

  • Mobbing: In der Schule bekam der Betroffene immer wieder das Gefühl: „Du bist nicht gut genug.“ Er wurde gemobbt. Fühlte sich von seinem Umfeld allein gelassen. Auch daraus kann sich eine große Angst vor Nähe entwickeln. Das Problem, jemandem zu vertrauen.

  • Man wurde verraten/verletzt. Von einem Menschen, dem man vertraut hat. Das kann ein Elternteil sein. Ein guter Freund/ eine gute Freundin. Ein ehemaliger Partner. Doch diese Erfahrung hat tiefe Spuren hinterlassen. Und ist bis heute nicht überwunden.

  • Man hat einen schmerzhaften Verlust erlebt. Vielleicht hat man einen geliebten Menschen verloren. Auf welche Weise auch immer. Dieser war für einen selbst wie ein Fels in der Brandung. Nun ist er weg. Und man zieht sich in sich selbst zurück.

  • Man kann sich selbst nicht lieben. Und hat das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Wertlos in gewisser Weise. Gleichzeitig kann man aber auch keine Nähe zulassen. Weil man sich selbst im Wege steht.

  • Man hat zu viel mit sich und seinen Problemen zu kämpfen. Fühlt sich auf diese Weise seinem Umfeld gegenüber unterlegen. Schließlich gibt es so viele Baustellen im Leben! So viele Hürden und Hindernisse. Die einem für das eigene Glück im Wege stehen.

Was kann man gegen diese Angst tun? Meine Schritt für Schritt Anleitung für Dich

Bitte gib nicht auf. Denn Du kannst etwas gegen diese Angst vor der Nähe tun:

Schritt 1: Mache Dir bewusst, woher diese Phobie vor der Nähe kommt. Was steckt bei Dir dahinter? Wie lange gibt es diese Angst schon? Wenn Du diese Fragen beantworten kannst, fällt es Dir leichter, ihr die Stirn zu bieten!

Schritt 2: Entwickle einen Maßnahmenplan. Der Deine Angst mit berücksichtigt. Gehe dabei behutsam und in kleinen Schritten vor. Diese sollten sich gut umsetzen lassen.

Lasse Dir dabei helfen, wenn Du alleine nicht weiterkommst.

Schritt 3: Setze den Plan um. Und zwar wirklich und möglichst noch heute! Setze Dir dabei realistische und konkrete Ziele. Belohne Dich, wenn eines dieser Ziele erreicht ist.

Wenn Dir das Umsetzen schwer fällt: Motiviere Dich. Führe Dir vor Augen, warum Du dies tust. Für Dich nämlich und Dein persönliches Wohlbefinden.

Schritt 4. Spreche mit jemandem über deine Angst. Sei es mit einer guten Freundin oder mit einem guten Kumpel. Mit jemandem aus der Familie. Oder mit einem Therapeuten. Sei dabei unbedingt ehrlich und offen. Alles andere bringt Dir nichts.

Schritt 5. Lasse Dich auf Beziehungen ein. Damit ist nicht automatisch eine Partnerschaft gemeint. Sondern auch Beziehungen aller Art. Wie Freundschaften zum Beispiel.

Schritt 6: Sei bereit, dem Anderen zu vertrauen. Der will Dir in 99 % der Fälle nichts Böses! Führe Dir das immer wieder vor Augen.

Frage Dich auch: „Will ich wirklich „reduzierte“ Beziehungen führen? Die kalt sind? Von dieser Angst beeinflusst und beeinträchtigt?“ Wie viel würde Dir dabei entgehen!

Hinweis: Ja, Beziehungen einzugehen ist stets ein Wagnis. Und es besteht theoretisch die Möglichkeit, verletzt zu werden. Doch sich in Bindungsangst zu flüchten, ist keine wirkliche Option. Denn sie erfüllt einen nicht. Sie gibt einem nicht das, was man sucht.

Man lässt sich vielmehr von der Panik dominieren, wenn man sich ihr nicht stellt. Und sie wird immer größer und größer…

Zumal es für den Anderen verletzend ist, diese Gefühlskälte zu erleben. Denn er oder sie weiß meist nicht, was hinter diesem kalten Verhalten steckt. Und sucht die Schuld bei sich.

Trennung aus Angst vor einer falschen Entscheidung

Du haderst, ob Du wirklich die richtige Entscheidung triffst? Und kommst einfach nicht weiter? Drehst Dich gedanklich im Kreis?

In diesem Fall habe ich eine Entscheidungshilfe in Form eines Artikels für Dich verfasst. Schaue einmal hier vorbei: https://interfe.net/trennungsschmerzen-und-trennung/vom-vom-partner-ja-oder-nein/

Angst vor Trennung wegen gemeinsamen Kind

Was ist, wenn Du Angst hast, dass Dein Kind nicht mit der Trennung fertig wird? Hier sind meine Tipps für Dich:

Tipp 1: Auch Dein Kind leidet unter der Situation. Denn unbewusst bekommt es die Spannungen zwischen Dir und Deinem Partner ja mit. Und dies geht nicht spurlos an ihm vorbei. Im Gegenteil!

Tipp 2. Du kannst Deinem Kind nur dann wirklich etwas geben, wenn Du selbst glücklich bist. Liebe und Zuwendung nämlich, das, was es sich instinktiv am meisten wünscht. Wie aber soll das klappen, wenn Du selbst innerlich so leer und erschöpft bist?

Tipp 3: Dein Kind ist stärker als Du denkst. Kinder haben in der Regel eine große Gabe: Sie können sich sehr gut auf die neue Situation einstellen. Sie sind stärker, als mancher Erwachsener das denkt. Zumal sie an der Erfahrung wachsen können – und das auch werden, wenn Ihr beide es zulasst!

Tipp 4. Es gibt genügend Hilfe im Falle einer Trennung. In finanzieller, in emotionaler, in organisatorischer Art. Sollte Dein Kind mit der Trennung nicht klar kommen, gibt es z.B. die Möglichkeit, zu einem Kinderpsychologen zu gehen. Es wird auf jeden Fall aufgefangen werden!

Angst vor Trennung aus finanziellen Gründen

Wenn man finanziell abhängig von dem Anderen ist, kann ebenfalls eine Panik vor dem sich trennen entstehen. Was ist hier zu tun? Ich habe ein paar Ratschläge für Dich erstellt!

Tipp 1: Die Finanzen sollten niemals dem persönlichen Glück im Wege stehen. Klar, das sagt sich so leicht. Doch mal ehrlich: Willst Du wirklich in zwanzig Jahren noch in dieser Beziehung gefangen sein? Nur, weil Du auf diese Weise finanziell und materiell versorgt bist? Das kann keine Lösung sein!

Tipp 2: Du hast ausreichend finanzielle Unterstützung. Sei es von Freunden oder von der Familie, die Dir unter die Arme greifen können. Oder vom Staat. Hilfe gibt es genug! Informiere Dich deshalb darüber.

Angst vor Trennung wegen gemeinsamer Wohnung

Du willst die gemeinsame Wohnung nicht aufgeben? Und hast deswegen Angst vor der Trennung? Hier sind meine Ratschläge:

Tipp 1: Die gemeinsame Wohnung steckt voller Erinnerungen. Erinnerungen an glückliche Zeiten. Die vorbei sind, für immer. Wie glücklich kannst Du in dieser Wohnung also noch sein?

Tipp 2: Ein Neuanfang ist oftmals besser. Denn so kannst Du Dich besser auf das neue Leben einlassen. Das zeigen die Erfahrungen!

Tipp 3: Ansprüche klären. Wem gehört die Wohnung? Wie sieht es im Vertrag aus? Müssen Kinder betreut werden? Lasse Dich hierzu beraten! Auch dies ist ein guter Weg, sich der Angst zu stellen.

Angst vor Trennung und Angst vor Gewalt

Es ist niemals eine gute Idee, bei dem Gewalttäter zu bleiben. Denn dieser wird sich nicht ändern. Sage Dir das immer wieder. Hole Dir Hilfe, etwa in einem Frauenhaus.

Gehe. Du bist stärker, als Du denkst. Willst Du wirklich dein Leben lang Opfer sein? Dem Partner auch noch die andere Wange hinhalten? Ein Leben in ständiger Angst vor dem nächsten Ausbruch führen? Gehe – Deinetwegen!

Angst vor Trennung als Borderline

Vielleicht führst Du eine Beziehung mit einem Borderliner. Hast deshalb Angst, den Schlussstrich zu ziehen.

Führe Dir jedoch vor Augen, dass es sich dabei um eine psychische Krankheit handelt. Halte Dir die Konsequenzen vor. Bist Du wirklich glücklich? Oder eher erschöpft? Weil sich alles ständig um ihn oder sie dreht? Auch hier gilt es, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen!

Ich bin nun ausführlich auf die verschiedenen Ängste eingegangen. Doch gibt es auch ein paar allgemeine Tipps für den Umgang mit der Angst vor einer Trennung:

Allgemeine Tipps gegen Angst vor einer Trennung

Hier habe ich noch ein paar allgemeine Ratschläge gegen die Angst vor der Trennung zusammengestellt:

Tipp 1: Man sollte mit Partner über die Ängste reden: Dies hilft auch ihm. Denn so kann er oder sie dich besser verstehen. Und auf die Situation eingehen.

Tipp 2: Man sollte die Ängste reflektieren und Ursachen dafür erkennen: Nur so wirst Du wissen, wie Du mit ihnen umgehen kannst. Denn es ist nun mal so: Wenn man das „Gespenst“ identifiziert hat, verliert es ein Großteil seines Schreckens. Und wird kleiner, berechenbarer.

Tipp 3: Man sollte aktiv werden. Sonst wird die Angst nur noch größer. Kann einen immer mehr dominieren. Und immer mehr Bereiche des Lebens beeinträchtigen.

Tipp 4: Man sollte geduldig und verständnisvoll mit sich sein. Die Angst ist da. Sie hat sich entwickelt. Aus welchen Gründen auch immer. Sie wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Daher ist Geduld mit sich selbst gefragt. Und Verständnis.

Tipp 5. Man sollte mit Anderen darüber reden. Mit Vertrauten. Einer guten Freundin, dem besten Kumpel. Das Feedback von außen hilft ebenfalls sehr!

Tipp 6. Man sollte lernen, sich besser zu entspannen. Denn wer ruhig und entspannt ist, empfindet keine Furcht. Gut sind daher Übungen für mehr Gelassenheit. Wie Yoga, Meditation oder Autogenes Training.

Tipp 7: Man sollte nicht locker lassen. Und nicht aufgeben, wenn die Angst nicht gleich verschwindet. Führe Dir deshalb immer wieder vor Augen, warum Du dies tust: für ein Leben in Freiheit. Ohne Angst.

Fazit

Es gibt verschiedene Arten der Trennung. Diese zu identifizieren, hilft dabei, sich ihr zu stellen. Besser mit ihr umzugehen. Und weiter zu kommen.

Das ist sehr, sehr wichtig. Denn nur so kann man die passende Entscheidung für sich treffen. Hinter der Angst vor der Trennung steckt nämlich stets eine ganz bestimmte Furcht. Und diese gilt es, an der Wurzel zu packen!

Wage es. Du bist stark genug dafür! Und hast ein Leben ohne Angst verdient. Ein Leben in Freiheit, voller Glück und Zufriedenheit.