Du suchst nach einer passenden Hilfe nach der Trennung für Dich? Doch welche Möglichkeiten gibt es in dieser Hinsicht überhaupt? Und was ist das Richtige in Deinem Fall?

Ich möchte Dir helfen. Und befasse mich deshalb ausführlich in diesem Artikel mit allen wichtigen Hilfsangeboten bei einer Trennung.

Folgende Informationen möchte ich Dir in diesem Text geben:

1) was es für Hilfen gibt

2) wie sinnvoll Selbsthilfegruppen bei einer Trennung sind

3) wann Du psychologische Hilfe nach einer Trennung in Anspruch nehmen solltest

4) was bei diversen speziellen Situationen (Trennung mit Kind, finanzielle Hilfen, Hilfe bei Miete und Wohnung) zu tun ist

5) sowie ein kurzes Fazit ziehen


Welche Hilfe bei Trennung kommt für Dich infrage?

Inhaltsverzeichnis

Zum Glück gibt es heute eine ganze Reihe an Angeboten, die einem nach der Trennung zur Verfügung stehen. Du weißt nicht genau, welche Möglichkeiten Du in dieser Hinsicht hast? Hier habe ich einen Überblick für Dich erstellt – in der folgenden Ratgeber Tabelle!

Eine Übersicht über alle wichtigen Hilfsangebote nach der Trennung

HilfsangebotBeschreibung
Freundes- und FamilienkreisDrüber reden hilft – und besonders bei Personen, bei denen man sich gut aufgehoben und geborgen fühlt.

Die einem das Gefühl geben: Man ist trotz der Trennung liebenswert. Man ist nicht allein. Das gibt einem viel, viel Kraft – gerade in dieser schwierigen Situation!
SelbsthilfegruppeDas Zusammenkommen mit anderen Betroffenen kann einem ebenfalls dabei helfen, die Trennung besser zu verkraften.

Alle, die sich hier treffen, befinden sich in der gleichen Situation – und das hilft einem dabei, sich nicht mehr ganz so allein mit seinem Kummer zu fühlen. Und sich schnell(er) zu öffnen...
Die Trennung mit sich alleine ausmachenSo manch einer zieht es vor, den Kummer alleine zu überwinden. Möglichst wenigen Leuten (oder niemandem) von seinem Kummer zu erzählen. Sondern es lieber mit sich alleine auszumachen – auf welchem Wege auch immer.
Psychologische Hilfe bei einer Trennung Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle können einem ganz schön zu schaffen machen. In manchen Fällen so sehr, dass man aus diesem Trennungsloch gar nicht mehr herauskommt.

Spätestens dann ist eine Therapie eine gute und hilfreiche Entscheidung. Die einem dabei hilft, die Dinge wieder in rechtem Licht zu sehen.
Online Hilfe suchenAuch im Internet gibt es längst eine ganze Reihe an Angeboten die sich direkt an frisch Getrennte richten. Seien es Foren, Blogs oder auch Chatrooms – die Auswahl hier ist umfassend.
Aufenthalt in einer KlinikMitunter ist der Schmerz über die Trennung so groß, dass gar nichts mehr geht. Dann ist ein Aufenthalt in einer Klinik eine Möglichkeit – entweder in einer Tagesklinik oder ein vollkommen stationärer Aufenthalt.

Was für Hilfe nach der Trennung gibt es für den Alltag?

Hier eine kurze Auflistung, welche Art von Hilfe es gibt – in den folgenden Abschnitten gehe ich noch genauer darauf ein:

  • finanzielle Unterstützung (vom Ex Partner, vom Staat)

  • Hilfe bei der Wohnungssuche

  • rechtliche Beratung (Unterhalt, Mietrecht, ….)

  • Unterstützung im Alltag (z.B. durch Sozialarbeiter und -pädagogen)

Du siehst: Die Hilfsangebote lassen sich grob in Unterstützung bei der Trauerarbeit sowie bei praktischen Belangen einteilen. Oder anders ausgedrückt: in emotionale Hilfsangebote sowie in Angeboten für die Alltagsbewältigung. Doch warum braucht man solche Angebote überhaupt?

Warum braucht man Hilfe nach der Trennung?

Vielleicht stellst Du Dir an dieser Stelle die Frage: Warum braucht man überhaupt Unterstützung nach der Trennung? Gründe dafür gibt es so einige!

Grund 1: Du befindest Dich nach der Trennung in einem Tief

Du verurteilst Dich vielleicht dafür, dass es mit Euch beiden nicht geklappt hat. Machst Dir Vorwürfe, was Du alles hättest besser machen können. Fühlst Dich wertlos und wenig liebenswert. Kurz: Du bist in einem Tief. In einem Tief, aus dem Du nicht so leicht herauskommst…

Grund 2: Du kannst Dich mit nichts anderem mehr beschäftigen

Ständig kreist die Trennung sowie der oder die Ex in Deinem Kopf herum. Fast schon zwanghaft kehren Deine Gedanken hierher zurück – ob Du nun willst oder nicht. Und das wirkt sich natürlich auch auf all die anderen Bereiche in Deinem Leben aus…

Grund 3: Du kannst keine neuen Perspektiven erkennen

Die Zukunft? Sie scheint sehr, sehr weit weg zu sein. Du hängst hingegen in der Vergangenheit fest und die Gegenwart wird von dieser bestimmt. Die Zukunft erscheint, wenn überhaupt, in düsteren Tönen. Denn Du kannst Dir kaum vorstellen, dass es Dir irgendwann besser gehen sollte…

Grund 4: Du ziehst Dich selbst noch weiter runter

Indem Du vor allem Dir die Schuld am Scheitern der Beziehung gibst. Wenn Du doch damals nur so oder so gehandelt hättest… Oder einfach „besser/ schöner/ witziger/ …“ gewesen wärst… Doch solche Gedanken lassen Dich noch kleiner werden. Und die Selbstzweifel werden umso größer…

Grund 5: Du siehst die Beziehung in falschem Licht

Was ich häufig beobachte: Nach der Trennung kann man noch nicht klar sehen. Stattdessen romantisiert man die Beziehung, macht den oder die Ex besser, als er/ sie war. Verkennt, dass es reichlich Probleme gab – die schließlich zur Trennung führten. Kurz: Man kann der Realität nicht ins Auge sehen.

Grund 6: Du bist mit der gesamten Situation überfordert

Es ist emotional gesehen eine wahre Herausforderung. Hinzu kommen noch die vielen praktischen Dinge, die nun erledigt werden wollen – die Suche nach einer neuen Wohnung beispielsweise. Die Frage, wer was bekommt. Vielleicht sind auch noch gemeinsame Kinder mit im Spiel.

All dies führt dazu, dass man schnell das Gefühl hat: „Mir wächst die Situation gerade über den Kopf.“ Umso wichtiger ist es, sich jetzt Hilfe zu holen – um sich selbst zu entlasten.

Grund 7: Mit der richtigen Hilfe kannst Du Deine persönlichen Interessen einfordern

Bitte sei nicht zu stolz, Unterstützung anzunehmen! Denn es sind Angebote, die Dir vor allem bei einer Sache helfen: Dabei, Deine persönlichen Interessen einzufordern. Habe keine Skrupel, das zu tun – andere setzen dies schließlich auch um, ohne groß mit der Wimper zu zucken. Und es wird Dir nicht schaden – im Gegenteil!

Wie Hilfe bei Trennung finden?

In diesem Abschnitt möchte ich Dir zeigen, wie Du am besten vorgehen solltest. So dass Du die beste Hilfe für Dich finden kannst – und das möglichst schnell und unkompliziert.

Schritt 1: Gestehe Dir ein, dass Du Hilfe brauchst

Ja, vielleicht ist es ganz schön, es alleine zu schaffen. Doch mal ehrlich: Gerade in solch einer Situation tut es gut, seine Last(en) ein wenig verteilen zu können. So stark zu sein, um zu sagen: „Ich schaffe es vielleicht alleine – doch mit Unterstützung wird es leichter.“ Nochmal: Es ist keine Schande, Unterstützung anzunehmen. Sondern ein Zeichen von Stärke! Und es zeigt, dass Du weißt, was Du in diesem Moment brauchst…

Schritt 2: Analysiere die Situation

Wie geht es Dir gerade? Warum? Wie lange geht es Dir schon so? Faustregel ist hier: Je länger es Dir schon schlecht geht, umso dringender solltest Du Dir Hilfe holen. Wenn Du nämlich noch länger wartest, wird es nur noch schlimmer….

Schritt 3: Informiere Dich – nutze Ratgeber

Wie gesagt: Es gibt eine ganze Reihe an verschiedenen Hilfsangeboten. Die Kunst ist nun natürlich, das passende für sich zu finden. Horche mal in Dich hinein und frage Dich, was Dich spontan interessiert. Was Du Dir vorstellen könntest.

Frage in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis nach – vielleicht hat ja jemand einige gute Tipps parat. Auch das Internet ist in der Hinsicht eine sehr gute und ergiebige Quelle.

Schritt 4: Gehe zu Beratungsgesprächen

Viele Verbände und Träger wie etwa die Caritas oder Pro Familia bieten kostenlose Beratungsgespräche an. Es lohnt sich, einfach mal vorbei zu schauen!

Wenn Du in Therapie gehen willst: Auch hier findet in der Regel ein erstes Gespräch statt, bei dem man sich gegenseitig „beschnuppern“ kann. Um so herauszufinden, ob die Chemie stimmt.

Schritt 5: Überprüfe, was sich für Dich gut anfühlt

Wichtig ist, dass Du Dich vor Ort wohl fühlst. Dass Du das Gefühl hast, weiter zu kommen. Etwas zu tun, das gut für Dich ist. Und das Dir dabei hilft, die Trennung besser zu verkraften. Der Bauch ist hier ein starker und guter Indikator – höre daher auf ihn!

Brauchst Du Hilfe nach der Trennung?

Hier habe ich einige Merkmale für Dich zusammengestellt. Die Dir zeigen, ob Du Unterstützung brauchst, um besser mit der Trennung fertig zu werden:

Alarmsignal 1: Du kannst Dich kaum noch auf den Alltag konzentrieren

Alles fällt Dir schwer. Du schaffst es nur mit Mühe und Not, Dich den alltäglichen Herausforderungen zu stellen. Die Arbeit, die einst so mühelos von der Hand ging, ist jetzt ein wahrer Kraftakt geworden. Und auch in der Freizeit fällt es Dir zunehmend schwerer, Dich auf etwas einzulassen und Dich darauf zu konzentrieren…

Alarmsignal 2: Dir geht es selbst Wochen nach der Trennung nicht besser

Und das, obwohl Du so einiges ausprobiert hast. Du hast mit Freunden und der Familie drüber gesprochen. Du hast versucht, Dich abzulenken. Vielleicht hast Du auch das ein oder andere Glas getrunken. Doch all das hat nichts geholfen: Du fühlst Dich immer noch unverändert schlecht.

Alarmsignal 3: Du hast das Gefühl, dass Dir alles über den Kopf wächst

Du hast die Kontrolle über Dein Leben verloren – so fühlt es sich für Dich zumindest an. Stattdessen bestimmt Dich der Gedanke an die Vergangenheit, an den oder die Ex.

Alarmsignal 4: Die Zukunft erscheint Dir düster und grau

Wenn Du sie überhaupt siehst. Du empfindest keine Freude und Zuversicht mehr. Stattdessen ist da eine große innere Leere. Und eine gewisse Hoffnungslosigkeit. Gefühle, von denen Du nicht weißt, ob sie jemals wieder verschwinden…

Alarmsignal 5: Du ziehst Dich immer mehr von Deiner Umgebung zurück

Vielleicht, weil Du das Gefühl hast: Ich belaste die Anderen doch nur mit meinen Problemen. Vielleicht schämst Du Dich, dass es Dir immer noch nicht besser geht. Vielleicht hast Du das Gefühl, den anderen irgendwie unterlegen zu sein. Vielleicht erscheint Dir der bloße Akt des Raus gehens zu anstrengend.

Was auch immer die Gründe sind: Es ist in diesem Moment so viel bequemer und sicherer, in den eigenen vier Wänden zu bleiben.

Alarmsignal 6: Du kannst noch immer nicht rational an die Trennung denken

Stattdessen kommen sofort die Emotionen in Dir hoch. Gefühle wie Wut, Verzweiflung, Sehnsucht – all dies. Selbst wenn schon einige Zeit seit der Trennung vergangen ist…

Alarmsignal 7: Deine finanzielle Situation hat sich massiv verschlechtert

Vorher, als Du noch mit ihm oder ihr zusammen warst, da ging es. Doch nun fehlt ein Teil des Einkommens – und Du weißt nicht, wie Du den bisherigen Lebensstandard noch halten kannst. Ob dies überhaupt möglich ist.

Alarmsignal 8: Deine familiäre Situation hat sich massiv verschlechtert

Wenn ein Paar mit gemeinsamen Kindern sich trennt, ist auch immer der Nachwuchs direkt davon betroffen – egal, ob man will oder nicht. Nicht selten tun sich die Kinder schwer damit, mit dieser neuen Situation klar zu kommen. Spannungen entstehen, es kommt zu Streitigkeiten – auch dann ist ein Helfer angesagt.

Ich habe Dir nun einen ersten Überblick über das Thema Hilfe bei Trennung verschafft. Kommen wir nun zu dem Bereich Selbsthilfegruppen nach Trennung: Was solltest Du hierzu alles wissen?

Spezifische Hilfe bei Trennung

Spezifische Trennung Hilfe 1: Wie eine gute Selbsthilfegruppe nach der Trennung finden?

Wie schmerzhaft und hart eine Trennung sein kann! Das weiß wohl jeder von uns, der diese Erfahrung schon einmal gemacht hat. Umso besser, dass es Hilfestellungen jeder Art gibt – zum Beispiel eine Selbsthilfegruppe.

Warum kann eine Selbsthilfegruppe nach der Trennung helfen?

In einer Selbsthilfegruppe kommen Betroffene zusammen, die sich in genau der gleichen Situation befinden bzw. diese überwunden haben – in diesem Fall also eine Beziehung, die auseinandergebrochen ist. Doch warum helfen solche Gruppen gerade jetzt?

Grund 1: Jeder Teilnehmer weiß, wie es den Anderen geht

Da jeder sich schon einmal in genau der gleichen Situation befunden hat, ist das Verständnis füreinander da. Man kann die Gefühlslage, die Emotionen, das Verhalten der Anderen nachvollziehen. Ist geduldiger und verständnisvoller. Und das hilft.

Grund 2: Durch das Verständnis füreinander fällt der Austausch leichter

Gerade deshalb ist man selbst mehr dazu bereit, sich zu öffnen. Von den eigenen Gefühlen und Gedanken zu erzählen. Das hilft beim Verarbeiten. Und dabei, über die Trennung hinweg zu kommen.

Grund 3: Die einen können den anderen wertvolle Ratschläge geben

Denn nicht jeder befindet sich in genau der gleichen Trennungsphase wie der Rest der Gruppe. Der eine ist weiter, der andere kämpft noch, die Trennung überhaupt zu akzeptieren. Doch genau darin liegt auch die Chance: Man kann einander wertvolle Ratschläge geben und vom Wissen der Teilnehmer profitieren.

Grund 4: Man erhält wertvolles Feedback

Man selbst neigt erfahrungsgemäß dazu, die Dinge in anderem Licht zu sehen – schließlich ist man unmittelbar betroffen. Gibt vielleicht sich selbst Schuld daran, dass die Beziehung gescheitert ist. Romantisiert die Partnerschaft im Nachhinein, verdrängt, dass es Probleme gab.

Das Feedback von außen hilft dabei, die Dinge wieder in rechtem Licht zu sehen. So, wie sie wirklich waren. Und auch dies hilft dabei, letzten Endes über die Trennung hinweg zu kommen.

Grund 5: Man findet vielleicht Freunde fürs Leben

Oder zumindest Bekanntschaften, die einem in dieser schweren Zeit beistehen. Auch dies ist eine sehr wichtige Erfahrung und Unterstützung! Und aus mancher Bekanntschaft wird eine echte Freundschaft fürs Leben.

Grund 6: Man sieht, dass man nicht alleine ist

Auch dies ist ein sehr, sehr wichtiger Punkt. Denn unmittelbar nach der Trennung hat man oftmals das Gefühl: Ich bin der/ die Einzige auf der Welt, der/ die verlassen wurde. Und das nagt natürlich am eigenen Selbstwertgefühl! Zu erkennen, dass dem eben NICHT so ist, hilft – auch dabei, sich wieder besser zu fühlen.

Warum kann eine Selbsthilfegruppe nach der Trennung NICHT helfen?

Doch stößt eine Selbsthilfegruppe auch an ihre Grenzen. Darauf will ich in diesem Abschnitt genauer eingehen:

Grund 1: Dein Liebeskummer ist sehr stark und hält schon lange an

Du hast schon Wochen oder gar Monate Liebeskummer, der einfach nicht besser wird? Du hast depressive Gedanken, kannst Dich zu nichts aufraffen? Vielleicht sogar Selbstmordgedanken?

Dann solltest Du besser einen Arzt aufsuchen. Denn eine Selbsthilfegruppe ohne eine professionelle Leitung wird Dir in diesem Fall nicht weiterhelfen können.

Grund 2: Du weißt nicht, ob die „Chemie stimmt“

in einer solchen Gruppe kommen ganz verschiedene Persönlichkeiten zusammen. Personen, die unter anderen Umständen vielleicht nicht miteinander ins Gespräch kommen würden. Das schafft auch Raum für Spannungen. Die Gruppendynamik muss stimmen – doch das weiß man im Voraus natürlich nicht.

Grund 3: Bei einer schlechten Gruppendynamik zieht man sich gegenseitig runter

Sinn und Zweck ist es eigentlich, sich nach dem Besuch einer Selbsthilfegruppe wieder besser zu fühlen. Doch das ist nicht immer so. Denn wenn die Gruppendynamik eine schlechte ist, kann Folgendes passieren: Man lässt seinen Schmerz und Frust an den Anderen aus. Vielleicht sogar seine Wut. Und das bringt keine weiter.

Grund 4: Bei unorganisierten Gruppen weißt Du nicht, wie eine Sitzung ausgeht

Wenn kein professioneller Betreuer mit dabei ist, kann eine Sitzung schnell mal eskalieren – verständlich, denn es ist nun mal für alle Teilnehmer eine anspruchsvolle und herausfordernde Zeit. Daher solltest Du solche Gruppen besser meiden – um Dich selbst zu schützen.

Grund 5: Eine Selbsthilfegruppe kann Dir keine Therapie ersetzen

Denn sie kann nicht in dem Maße auf Dich und Deine Situation eingehen wie es bei einer Therapie der Fall ist. Ganz zu schweigen davon, dass nicht das psychologische Fachwissen bei den übrigen Teilnehmern vorhanden ist… Bitte sei Dir dessen bewusst – und akzeptiere diese Grenzen!

Ist die Selbsthilfegruppe Trennung das Richtige für Dich?

Ich will Dir bei Deiner Entscheidung helfen! Und habe daher einige wichtige Hinweise für Dich. Die Dir dabei helfen, festzustellen, ob Du nun zu einer solchen Sitzung hingehen solltest – oder doch lieber nicht.

Hinweis 1: Du bist generell ein aufgeschlossener und offener Mensch

Dir fällt es leicht, sich anderen gegenüber zu öffnen? Und Du hast kein oder nur wenig Probleme damit, von Dir zu erzählen? Dann kann Dir eine solche Gruppe tatsächlich helfen.

Hinweis 2: Du suchst allgemein das Gespräch und Unterstützung von Leidensgenossen?

Auch dann hilft eine solche Gruppe. Schließlich triffst Du hier auf Gleichgesinnte, denen es genauso ergeht/ erging wie Dir. Und das trägt häufig dazu bei, mit der Trennung besser klar zu kommen…

Hinweis 3: Du bringst eine gewisse Neugierde mit

Und eine gewisse Aufgeschlossenheit. Du bist bereit dazu, Dich auf eine neue Erfahrung einzulassen – von der Du noch nicht so genau weißt, wie sie eigentlich ausgeht. Doch warum nicht…?

Woran kannst Du eine gute Selbsthilfegruppe nach der Trennung erkennen?

Eine solche Gruppe wird in der Regel von den Betroffenen selbst gegründet. Doch gibt es zwischen den einzelnen Gruppen natürlich diverse Unterschiede… Hier will ich Dir zeigen, wodurch sich gute Selbsthilfegruppen auszeichnen.

Merkmal 1: Sie befinden sich unter einer guten und vertrauenswürdigen Trägerschaft

… wie etwa einer Kommune oder eines Wohlfahrtsverbandes. Eine andere Möglichkeit ist, dass sie unter einem Dachverband organisiert sind – wie etwa jenem der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe oder auch dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Merkmal 2: Sie befinden sich unter professioneller Leitung

Mit dabei ist ein professioneller Mitarbeiter. Wie etwa ein Sozialarbeiter, ein Sozialpädagoge oder auch ein Therapeut.

Merkmal 3: Die Gruppe existiert schon seit einiger Zeit

Je länger, desto besser, ist hier die Devise. Natürlich bedeutet das nicht, dass die Teilnehmer die gleichen wie zu Beginn sind. Doch hat die Erfahrung gezeigt: Man ist besser in einer Gruppe aufgehoben, die bereits seit einiger Zeit besteht und schon gefestigt ist.

Merkmal 4: Dein Bauchgefühl sagt „ja“

Du fühlst Dich gut und aufgehoben innerhalb der Gruppe. Angenommen und akzeptiert. Die anderen Teilnehmer sind Dir sympathisch – und dies alles hilft Dir dabei, Dich zu öffnen. Und nach der Sitzung mit einem guten Gefühl wieder nach Hause zu gehen.

Wenn Ihr Euch jedoch gegenseitig runter zieht, wenn Du Dich noch schlechter als zu Beginn der Sitzung fühlst: Lasse es sein!Und suche Dir entweder eine andere Gruppe oder eine andere Form der Unterstützung…

Wie läuft eine typische Sitzung bei einer Selbsthilfegruppe Trennung ab?

Du willst genauer wissen, worauf Du Dich bei einer solchen Teilnahme einlässt? Hier ein Überblick darüber, was Dich bei einer typischen Sitzung so alles erwartet:

  • Es findet eine Gesprächsrunde statt.

  • Dabei schildert jeder, wie es ihm in der letzten Woche/ seit der letzten Teilnahme ergangen ist.

  • Und wie man mit bestimmten Situationen (besser) umgehen kann.

  • Was einem dabei hilft, den Liebeskummer und den Umgang mit der Trennung zu bewältigen.

Gleichzeitig kannst Du wichtige Infos erfahren – etwa zum Thema Unterhalt. Oder Partnersuche. Oder welche Termine bei den Ämtern nun anstehen, wie sich dieses eine Formular am besten ausfüllen lässt – und so weiter.

Was sind die Vorteile einer Selbsthilfegruppe Trennung im Internet?

Auch online gibt es natürlich längst solche Angebote. Doch was können sie? Und können sie den Betroffenen auch wirklich helfen? Schauen wir uns das einmal genauer an!

Vorteil 1: Du kannst Dich jederzeit mit anderen Betroffenen austauschen

Und nicht nur zu bestimmten Zeiten. Wann immer es Dir schlecht geht, rufst Du einfach „Deine“ Gruppe auf – und schon ist die Möglichkeit zum Austausch da. Wann und wo auch immer Du Dich gerade aufhältst. Besonders, wenn es dir schlecht geht, ist das hilfreich – selbst, wenn es mitten in der Nacht ist. Denn erfahrungsgemäß triffst Du immer jemanden, mit dem Du Dich austauschen kannst…

Vorteil 2: Du bist nicht auf das örtliche Angebot angewiesen

Gerade im ländlichen Raum und/ oder in kleine(re)n Städten ist es erfahrungsgemäß schwer, eine (gute) Selbsthilfegruppe nach der Trennung zu finden. Das Internet löst dieses Problem: Selbst, wenn Du mitten auf dem Land wohnst, findest Du online zahlreiche solcher Hilfsangebote.

Vorteil 3: Du musst keine langen Fahrten auf Dich nehmen

Und Dich auf diese Weise nicht in große Unkosten stürzen. Sich online auszutauschen, ist also zum einen deutlich weniger umständlich. Als auch sehr viel günstiger!

Vorteil 4: Du hast ein großes Angebot an verschiedenen Gruppen

Trennung ist ein großes Thema im Internet – leider. Und so verwundert es eigentlich nicht, dass es mittlerweile auf jedem großen Portal Foren gibt, in denen Betroffene zusammen kommen. Du musst also „nur“ noch die passende Gruppe für Dich finden. Doch bist Du auf diese Weise nicht von den offline Angeboten abhängig…

Vorteil 5: Du kannst Dich anonym austauschen

Vielen fällt es so deutlich leichter, sich zu öffnen. Und von dem eigenen Kummer zu erzählen. Ehrlich von sich und seiner Situation zu berichten – eben dank dieser Anonymität.

Was sind die Nachteile einer Selbsthilfegruppe Trennung im Internet?

Demgegenüber gibt es natürlich auch einige Nachteile. Die ich Dir an dieser Stelle nicht verschweigen möchte:

Nachteil 1: alles passiert anonym

Doch diese Anonymität hat auch ihre Nachteile. Denn Du weißt nicht, wer hinter all diesen Nicknames steckt. Ob die anderen Teilnehmer wirklich echt sind – und so weiter. Oder ob sie vielleicht nur da sind, weil sie gerade nichts Besseres zu tun haben – um es einmal so zu formulieren. Ein gewisses Misstrauen ist daher angebracht…

Nachteil 2: Du solltest nicht alle Ratschläge glauben

Vor allem nicht solche, in denen es um Rechtliches geht. Denn manch einer spielt sich auf, als besitze er große Kenntnisse in Sachen Finanzen und Recht nach der Trennung. Doch die Infos, die er liefert, sind schlicht und ergreifend falsch. Glaube daher nicht alles, was Dir erzählt wird!

Nachteil 3: Es gibt häufig keinen professionellen Betreuer

Wenn ein Moderator mit an Bord ist, ist das ein gutes Zeichen. Doch wenn dies nicht der Fall ist, kann das Gespräch schnell mal in eine ungute Richtung gehen… leider.

Ein paar zusätzliche Tipps in Sachen Selbsthilfegruppen nach Trennung im Internet:

Tipp 1: Gehe nicht zu offen mit Deinen persönlichen Infos um

Und gebe so wenig wie möglich davon preis. Vor allem nicht Adresse und Telefonnummer, falls es sich vermeiden lässt.

Tipp 2: Verwende ein Pseudonym

Und nicht Deinen echten Namen. Denn Du weißt nicht, mit wem Du da eigentlich gerade redest… Gerade deshalb ist es besser, ein wenig vorsichtiger zu sein.

Tipp 3: Halte auch nach speziellen Selbsthilfegruppen Ausschau

… wie beispielsweise solche nur für Männer. Oder nur für Frauen. Für Betroffene mit Kindern, für Personen, die sich nun mit dem Gedanken an eine Scheidung auseinander setzen müssen. Oder für homosexuelle Betroffene… Die Bandbreite ist groß und auch das macht eine Selbsthilfegruppe so anziehend.

Wie eine Selbsthilfegruppe finden? Meine Schritt für Schritt Anleitung für Dich

Schritt 1. Schaue im Internet nach

Dort findest Du erfahrungsgemäß zahlreiche Adressen gleich in Deiner Nähe. Inklusive Kontaktdaten. So kannst Du Dich gleich informieren, wie gut das Angebot in Deiner Nähe ist

Schritt 2. Rufe dort an

In der Regel ist dort eine Telefonnummer angegeben, um den direkten Kontakt herstellen zu können. Dies ist eine gute Möglichkeit, mehr über die Gruppe zu erfahren – und schon einmal einen ersten wichtigen Eindruck zu erhalten.

Schritt 3. Gehe zu einer Sitzung

und schaue Dir erst einmal an, wie es dort abläuft. Es ist normal, wenn Du Dich zu Beginn noch ein wenig fremd und unwohl fühlst – schließlich kommst Du in eine bereits bestehende Gruppe. Doch wenn es für Dich grundsätzlich ansprechend ist: Komme wieder zur nächsten Sitzung!

Schritt 4. Gehe noch mindestens einmal hin

So kannst Du feststellen, ob es für Dich wirklich passt. Ob Dir diese bestimmte Gruppe zusagt. Wenn ja: Glückwunsch! Wenn nicht: Das ist auch in Ordnung. Und es gibt noch diverse andere Angebote – schaue Dich also weiter um!

Das waren alle wichtigen Infos zum Thema Selbsthilfegruppen nach der Trennung. Doch wie sieht es mit einer psychologischen Hilfe bei Trennung aus?

Spezifische Hilfe nach Trennung 2: Wann solltest Du Dir psychologische Unterstützung bei einer Trennung suchen?

Eine Trennung ist eine Erfahrung, die einen mitnimmt. Und an die persönlichen Grenzen führt. Mitunter kann und sollte man da nicht alleine durch. Sondern sich professionelle Hilfe suchen – in Form einer Psychotherapie.

Hier möchte ich Dir zeigen, woran Du erkennen kannst: Auch für Dich ist das nun der richtige Schritt.

Merkmal 1: Dir geht es auch einige Zeit nach der Trennung nicht besser

Stattdessen machst Du Dir selbst Vorwürfe. Ziehst Dich noch weiter runter. Dein Selbstbewusstsein und Dein Selbstwertgefühl sind im Keller – und Du kommst aus diesem Loch einfach nicht heraus.

Merkmal 2: Auch andere sind von der Trennung unmittelbar betroffen

Wie etwa Deine Kinder. In solch einem Fall gibt es sehr vieles, an das man denken muss: Unterhalt, bei wem die Kinder hauptsächlich sind, wer auszieht…. Das alles alleine zu schaffen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Zumal Du nicht weißt: Wie schaffen es Deine Kinder, mit der für sie belastenden Situation umzugehen? Ein Besuch bei einem Psychologen hilft hier enorm weiter! Und nimmt Dir einiges an Druck…

Merkmal 3: Dich nimmt die Trennung noch immer mit

Vielleicht, weil Du von heute auf morgen verlassen wurdest. Dir diesen Entschluss noch immer nicht recht erklären kannst. Gerade dann ist es sinnvoll, nicht alleine zu bleiben. Sondern sich jemandem anzuvertrauen. Jemandem, der mit dieser Situation gut umgehen kann.

Merkmal 4: Es stellen sich Anzeichen für eine Depression oder andere psychische Störungen ein

Du hast das Gefühl, Dir wächst alles über den Kopf. Alles ist dir zu viel, Du bist überfordert. Kannst Dich zu nichts mehr aufraffen. In Deinem Inneren ist Leere – die einfach nicht verschwindet. Nicht geringer wird. Du ziehst Dich mehr und mehr zurück, willst nicht mehr raus gehen.

All dies können Anzeichen einer Depression sein. Umso wichtiger ist es, Hilfe in Anspruch zu nehmen! Und nicht länger zu warten. Denn vom Warten wird die Situation nicht besser. Im Gegenteil…

Merkmal 5: Du vernachlässigst Deine persönlichen Bedürfnisse

Dir fällt es immer schwerer, Dich um Dich selbst zu kümmern. Dich gesund und ausgewogen zu ernähren, beispielsweise. Ausreichend zu schlafen. Dich zu pflegen. All diese vermeintlich kleinen Handlungen, die zum allgemeinen und persönlichen Wohlbefinden mit beitragen.

Doch schaffst Du es nicht, Dich um dieses zu kümmern. Auch dies ist ein Zeichen dafür, dass Du Unterstützung beim Bewältigen der Trennung benötigst…

Merkmal 6: Du ziehst Dich immer mehr von Deiner Umgebung zurück

Die eigenen vier Wände werden immer seltener verlassen. Du hast scheinbar nicht mehr die Kraft, raus zu gehen. Freunde und Familie anzurufen, Dich mit ihnen zu treffen. Oder den Anforderungen auf der Arbeit gerecht zu werden…

Merkmal 7: Du fühlst Dich sehr antriebslos

Kannst Dich zu nichts mehr aufraffen. Weil Du so müde, so antriebslos bist. Und einfach nicht weißt, wie Du diese abschütteln kannst…

Merkmal 8: Du trinkst zu viel Alkohol/ nimmst Drogen oder zu viele Medikamente

Leider kommt es immer mal wieder vor, dass man in eine Sucht gerät – besonders jetzt, in dieser so belastenden Situation. Natürlich ist es in Ordnung, ein Glas Rotwein mit der besten Freundin zu trinken und sich dabei so richtig auszuweinen.

Doch wenn dies zur Gewohnheit wird, wenn Du gar das Gefühl hast, Du kannst ohne diese „Hilfsmittel“ nicht mehr sein, dann ist höchste Vorsicht angebracht!

Wo psychologische Hilfe bei der Trennung finden?

„Dank“ der hohen Trennungsrate gibt es mittlerweile ein sehr gutes und umfassendes Angebot in Sachen psychologischer Unterstützung nach der Trennung für Menschen. Doch wo eine solche finden? Hier ein paar Tipps:

Tipp 1: staatliche und kirchliche Träger

Die Caritas oder auch Pro Familia sind bekannt für ihr umfassendes Beratungsangebot – auch nach der Trennung. Daher lohnt es sich, vor Ort einmal erste Erkundigungen einzuziehen. Zumal diese Hilfsangebote meist kostenlos sind. Auch eine Voranmeldung ist in der Regel nicht notwendig.

Tipp 2: erfahrene Therapeuten und Sozialpädagogen

Du kannst Dich auch gleich an einen erfahrenen Therapeuten oder Psychologen wenden. Es lohnt sich, einmal im Bekanntenkreis nachzufragen, ob es in dieser Hinsicht Empfehlungen gibt. Hier triffst Du in der Regel auf Personen, die eine große Erfahrung in diesem Bereich gesammelt haben. Und das entsprechende Fachwissen mitbringen.

Tipp 3: ein niedergelassener Psychologe

Eine weitere Möglichkeit in diesem Zusammenhang. Frage am besten mal Deinen Hausarzt und erkläre ihm Deine Situation. Bitte ihn anschließend um eine Überweisung an den niedergelassenen Psychologen.

Tipp 4: in einer Klinik

In schweren Fällen kann es gut sein, für einige Zeit aus den eigenen vier Wänden heraus zu kommen. Und sich in eine Fachklinik zu begeben. Online kannst Du hierzu wichtige Tipps und Infos finden.

Je nach Situation und Schweregrad gibt es Angebote für eine Tagesklinik als auch für eine rein stationäre Behandlung (inklusive Übernachtung). Schaue für Dich selbst, was Dir am ehesten helfen könnte. Es ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

Tipp 5: bei einem Mediator/ Coach

In den letzten Jahren haben sich auch Angebote von Coaches und Lebensberatern enorm erhöht. Wenn Dir die bisherigen Tipps nicht zusagen, lohnt sich auch ein Blick auf diese Variante!

Was sind die Gründe, die für eine psychologische Hilfe bei Trennung sprechen?

Grund 1: Du kannst mit alten Dämonen aus der Vergangenheit aufräumen

jeder von uns hat mit bestimmten Traumata und Dämonen von früher zu kämpfen – zum Beispiel aus der Kindheit. Meist werden diese im Alltag verdrängt. Wir sind uns dessen nicht bewusst. Mithilfe der Therapie können diese nun aufgespürt werden – und Du kannst sie endlich aus dem Weg räumen.

Grund 2: Du verstehst Dich selbst und Dein Verhalten besser

Jeder von uns hat bestimmte Verhaltensweisen. Doch die wenigsten sind reflektiert genug, um zu erkennen, WARUM wir so handeln, wie wir handeln. Es ist sehr spannend, sich auf eine solche Entdeckungsreise zu begeben! Und sich so besser zu verstehen…

Grund 3: Du bleibst gerade jetzt nicht alleine

Und das ist sehr, sehr wichtig. Schließlich ist das Gefühl von Einsamkeit gerade nach der Trennung sehr, sehr groß. Du fühlst Dich in manchen Momenten einfach nur schlecht. Doch weißt Du nun jemanden an Deiner Seite. Und kannst so einen Teil Deiner Last abladen…. Wie erleichternd das ist!

Grund 4: Du erhältst ehrliches Feedback

Warst Du wirklich alleine an der Trennung schuld? Hättest Du es nicht vielleicht doch besser machen können? Bist Du wirklich so wertlos? All das sind Fragen, die nach einer Trennung meist zwangsläufig auftauchen.

Dein Therapeut wird Dir hierzu ein ehrliches Feedback geben. Und Du kannst es glauben – schließlich kennt er oder sie sich mit diesem Thema aus.

Grund 5: Du bekommst neue Denkanstöße

Gemeinsam mit Deinem Therapeuten kannst Du neue Perspektiven entwickeln. Neue Denkanstöße erkennen. Dies hilft Dir dabei, mit mehr Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Und das hilft enorm!

Grund 6: Du bekommst einen neuen Blick auf die Situation

Ja, die Trennung tut weh, nach wie vor. Doch irgendwann ist da dieser Gedanke: Es ist vielleicht gar nicht so schlecht, wie es gekommen ist. Dabei hilft eine Therapie. Du lernst, besser mit diesen übermächtigen Gefühlen umzugehen. Ihnen zu begegnen. Und einen neuen, hoffnungsvollen Blick auf die Situation zu bekommen.

Grund 7: Du lernst, Dich mehr wertzuschätzen

Du hast so viele individuelle Talente und Begabungen. Doch kannst Du diese nach der Trennung oftmals nicht sehen – es fühlt sich einfach zu schlecht an, verlassen worden zu sein.

Dein Psychologe kann Dir dabei helfen, wieder diesen liebevollen Blick auf Dich zu erhalten. Zu erkennen, dass Du eben DOCH jemand bist. Jemand, der liebenswert und einzigartig ist. Und der nur das Beste verdient hat. Du bist ein vollwertiger Mensch – mit oder ohne Partner.

Spezifische Hilfe bei Trennung 3: Psychologische Hilfe bei Trennung mit Kind

Kinder leiden ebenfalls unter der Trennung der Eltern – verständlicherweise. Deshalb habe ich hier wichtige Infos zum Thema für Dich zusammengestellt:

Wann psychologische Hilfe bei Trennung mit Kind suchen?

Gerade jetzt ist es daher wichtig, die Kinder nicht mit ihren Ängsten und Nöten alleine zu lassen! Sondern ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Eine Psychotherapie kann hier helfen.

Nicht selten passiert es, dass

  • sie sich verändern

  • sie aggressiv werden

  • sich zurück ziehen

  • schlechter in der Schule werden

  • niemanden mehr an sich heran lassen

  • sich selbst die Schuld an der Trennung geben

Dein Kind gibt sich selbst die Schuld an der Trennung

Auch dabei, das Gefühl „ich bin schuld, dass Mama und Papa sich getrennt haben“ abzuschütteln. Besonders bei Kindern im (Vor-)Schulalter ist dieser Gedanke sehr ausgeprägt.

Dein Kind will nicht über die Trennung reden

Was ebenfalls oftmals zu beobachten ist: Kinder und Jugendliche zeigen keine sonderlich große Bereitschaft, mit den Eltern über die Trennung zu reden. Vielleicht, weil sie ihnen Vorwürfe machen. Vielleicht, weil Vertrauen verloren gegangen ist. Trotzdem und gerade jetzt jemanden zu haben, mit dem man sprechen kann, dem man von sich erzählen kann, ist sehr, sehr wertvoll…

Wie eine gute psychologische Hilfe für Kinder finden?

Eine erste Anlaufstelle ist die Schule. Hier gibt es in der Regel eine kinder- sowie jugendpsychologische Beratung. Hier kann man sich als Elternteil wenden. Auch kirchliche sowie staatliche Träger und Verbände stellen solche Angebote bereit.

Eine weitere Möglichkeit. Ein niedergelassener Kinderpsychologe, der sich gut mit dem Thema auskennt und einiges an Erfahrung und Einfühlungsvermögen mitbringt.

Was kann man selbst als Eltern tun?

  • Nicht die Kinder mehr als nötig in die Trennung (und die Streitigkeiten) mit hineinziehen.

  • Den anderen nicht vor den Kindern schlecht machen.

  • Die Kinder nicht mit persönlichen Ängsten und Problemen belasten – sie haben gerade schon genug mit sich selbst und der Situation zu kämpfen.

  • Für die Kinder da zu sein, ihnen gegenüber liebevolles Verhalten zeigen.

  • Ihnen immer wieder deutlich machen: „Du bist nicht schuld. Und an meiner Liebe für Dich hat sich nichts geändert.“

Psychologische Hilfe bei Trennung – wer übernimmt die Kosten?

Die Kosten für eine Therapie werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen – ob nun gesetzlich oder privat. Voraussetzung ist allerdings, dass Symptome und Hinweise auf eine psychische Krankheit wie etwa Depression oder ähnlich vorliegen.

Wenn man hingegen „nur“ über die Trennung sprechen möchte, muss man diese Termine meist aus der eigenen Tasche bezahlen. Das gilt auch für den Besuch bei einem Lebensberater oder Coach.

Zeigen Kinder und Jugendliche nach der Trennung Verhaltensauffälligkeiten, werden die Kosten für eine Therapie ebenfalls von der Krankenkasse übernommen.

Nun weißt Du hoffentlich besser über das Thema psychologische Hilfe nach Trennung Bescheid. Doch was ist mit den praktischen Bereichen? Wie etwa der Wohnung?

Hilfe bei Trennung in speziellen Situationen

Hilfe bei Trennung: Wohnung

Bei einer Trennung muss man sich meist früher oder später mit der Suche nach einem neuen Zuhause beschäftigen – so schwer es einem auch fällt.

Doch ist ein neues Apartement auch eine Chance: auf einen Neuanfang nämlich.

Hilfe bei Trennung: Wer muss ausziehen, wenn Ihr miteinander verheiratet wart?

Die Wohnung ist stets eines DER großen Themen bei einer Trennung und Scheidung. Genauer gesagt die Frage: Wer muss ausziehen? Wer darf das Apartement oder das Haus behalten?

Laut Gesetz muss derjenige ausziehen, der weniger auf die Wohnung angewiesen ist

Dies ist in der Regel derjenige, der „wirtschaftlich besser gestellt“ ist – der also mehr verdient. Oder derjenige, dem aufgrund der Lebenssituation ein Umzug besser zugemutet werden kann.

Regelung 2: Derjenige sollte in der Wohnung bleiben, der die gemeinsamen Kinder betreut

Denn laut Gesetz sollte das Kindeswohl verständlicherweise stets im Vordergrund stehen. Und deshalb ist es besser, den Nachwuchs in seiner gewohnten Umgebung zu lassen. Ihn nicht jetzt noch von der Schule zu nehmen, räumlich allzu sehr von dem Freundeskreis entfernen.

Regelung 3: An den Nutzungsverhältnissen ändert sich zunächst nichts

Kommt es zur Trennung, ändert sich an den Nutzungsverhältnissen laut Gesetz zunächst noch nichts – solange sich die Ehepartner noch nicht scheiden lassen. Das gilt übrigens auch für den Fall, dass einer der beiden ausgesperrt wird: Laut Gesetz hat er Anrecht auf einen Zugang zur Unterkunft.

Regelung 4: Wer Mieter war, bleibt auch weiterhin der Mieter – bzw. der Eigentümer

Es lohnt sich ein Blick auf den Mietvertrag. Denn hier ändert sich durch die Trennung (noch) nichts: Der Mieter bleibt der Mieter und auch der Eigentümer kann die Wohnung weiterhin sein Zuhause nennen. Wer der Miteigentümer ist, kann den Anteil ohne das Ja des Ex Partners zudem nicht verkaufen.

Es besteht auch weiterhin die Pflicht, die Miete zu überweisen. Beziehungsweise die Schulden zu tilgen, falls ein Kredit aufgenommen wurde.

Regelung 5: Nur in Ausnahmefällen gibt es eine andere Lösung

Etwa, wenn der eine körperlich vorsätzlich und widerrechtlich missbraucht wurde oder eine solche Drohung besteht.

Diese Regelungen sind in 1361 BGB geregelt („Nutzung der Ehewohnung bei Getrenntlebenden“). Was mit der Wohnung im Falle einer Scheidung passiert, kann in § 1568a BGB nachgelesen werden.

Was passiert mit der gemeinsamen Wohnung, wenn Ihr nicht miteinander verheiratet wart?

Bei einer nichtehelichen Gemeinschaft, wie es im Fachjargon heißt, stellt sich die Situation leicht anders dar. Doch wer darf die gemeinsame Unterkunft behalten? Wer muss ausziehen? Und kann der neue Partner schließlich mit einziehen? Schauen wir uns die Regelungen im Mietrecht mal genauer an!

Regelung 1: Das Mietverhältnis bleibt weiterhin bestehen

Auch, wenn die Beziehung beendet ist. Am Mietverhältnis ändert sich erst einmal nichts. Wenn einer also die gemeinsame Wohnung behalten will, kann es kompliziert werden – sofern man sich nicht einig ist.

Besonders dann, wenn beide den Mietvertrag unterzeichnet haben. Einer alleine kann den Vertrag nicht kündigen. Und auch der Ausziehende bleibt laut Recht weiterhin der Vertragspartner – zumindest für den Vermieter.

Regelung 2: Nur durch eine Aufhebungsvereinbarung kann dieses Verhältnis aufgelöst werden

Diese Vereinbarung muss mit dem Vermieter ausgehandelt werden. Im Klartext bedeutet dies: Derjenige, der auszieht, wird aus dem Mietverhältnis entlassen. Derjenige, der bleibt, übernimmt – mitsamt all den Rechten und Pflichten.

Regelung 3: Der Vermieter muss all dem zustimmen

Und kann „leider“ nicht gezwungen werden, der neuen Regelung zuzustimmen. Es liegt in dessen Ermessen, ja oder nein zu sagen. Auch dann, wenn ein neuer Vertragspartner für die Unterkunft bereit stünde.

Auch für eine Untervermietung braucht man übrigens die Zustimmung des Vermieters.

Regelung 4: Kann keine Einigung erzielt werden, gibt es laut Recht keine Lösung

In manchen Fällen kann man sich nicht darüber einigen, wer ausziehen muss und wer bleiben darf bzw. kann. Bei nichtehelichen Gemeinschaften sieht das Mietrecht hierzu (noch) keine Lösung vor – dann müssen wohl beide ausziehen. Vorausgesetzt natürlich, beide sind die Hauptmieter.

Ist nur einer der beiden im Mietvertrag als Mieter eingetragen, kann er den oder die Ex rein theoretisch von einem Tag auf den anderen vor die Tür setzen.

Regelung 5: Der Ex Partner muss der Kündigung der Wohnung zustimmen

Auch dies ist im Mietrecht so festgehalten. Wenn keine Zustimmung erfolgt, kann diese per Gericht erzwungen werden. Denn es besteht eine Verpflichtung, bei dem Kündigen des Mietverhältnisses mitzuwirken.

Regelung 6: Wenn beide die Wohnung behalten wollen, müssen beide ausziehen

Denn laut Mietrecht gibt es keine Verpflichtung für den Vermieter, nur mit einem der beiden Beteiligten einen neuen Vertrag aufzusetzen.

Weitere wertvolle Tipps für die Hilfe nach der Trennung bei der Wohnung

Tipp 1: Vereinbart eine Haftungsfreistellung

Wer damit einverstanden ist, dass der andere in der gemeinsamen Wohnung bleibt, sollte mit ihm eine Haftungsfreistellung beantragen. Diese ist dann nützlich, wenn sich der Vermieter weigert, den Ausziehenden aus dem Mietverhältnis zu entlassen.

Zwar kann sich der Vermieter auch weiterhin entscheiden, von wem er die Miete erhält. Doch hat derjenige, der auszieht, dann Schadensersatzansprüche gegen de

njenigen, der bleibt – falls Schaden entstehen sollte oder keine Miete mehr gezahlt wird.

Tipp 2: Setzt einen Partnerschaftsvertrag auf

Vor allem, was den Hausrat angeht. Natürlich denkt man oftmals nicht daran, wenn man frisch in den Anderen verliebt ist und mit diesem zusammenzieht. Doch im Falle einer Trennung kann so vieles erleichtert werden.

Tipp 3: Regelt alles möglichst einvernehmlich

Ganz ehrlich: Die Trennung verlangt einem schon genug ab. Daher sollte es im Interesse beider Ex Partner sein, eine einvernehmliche Lösung herzustellen. Und sich hinzusetzen und klare Regelungen auszuarbeiten, die beiden (!) Interessen entgegenkommen.

Hilfe bei Trennung: Wie eine Wohnung finden?

Wie eine gute Wohnung nach der Trennung finden?

Brainstorme erst einmal! Und frage Dich:

Frage 1: In welcher Umgebung möchtest Du wohnen?

Stadt oder Land? Lieber ein kleines Dorf oder die Metropole? Frage Dich, worauf Du Lust hast. Und was Dir gut tun könnte…

Wenn Du in der Stadt wohnen bleiben möchtest: Es ist gut, sich mehrere Viertel anzuschauen. Um so zu erkennen, wo Du Dich wohl fühlst…

Frage 2: Sei aufgeschlossen

Gerade in Städten ist der Wohnungsmarkt in der Regel angespannter. Sei daher nicht allzu strikt – und auch bereit, Angebote ins Auge zu fassen, die Dir vielleicht nicht gleich auffallen.

Frage 3: Achte auf die konkrete Umgebung

Wie ist die Infrastruktur vor Ort? Was brauchst Du, entspricht sie Deinen Bedürfnissen? Wie ist der Ort angebunden an das öffentliche Verkehrsnetz? Fahren Bus und Bahn? Ist die Unterkunft gut zu erreichen?

Was ist mit Supermärkten und Co? Parks, Spielplätzen? Frage Dich, was Dir wichtig ist und beziehe es in Deine Überlegungen mit ein.

Frage 4: Wie hoch dürfen die Kosten sein?

Setze vorab ein Budget fest: Wie viel kannst Du monatlich ausgeben? Informiere Dich genau darüber, was in Sachen Mietkosten so auf Dich zukommt. Das kannst Du online oder auch in Tageszeitungen tun. Vergleichen hilft in diesem Fall sehr viel weiter!

Beziehe auch Strom, Wasser und weitere Nebenkosten mit ein. Sowie Vermittlungsgebühren, die vielleicht anfallen…

Wie finanzielle Hilfe bei der Wohnungssuche in Anspruch nehmen?

Wenn Du Dir finanziell keine großen Sprünge erlauben kannst: Umso wertvoller sind die Hilfestellungen, die in dieser Hinsicht angeboten werden!

So kann ein Wohnungsberechtigungsschein helfen, etwas Passendes für sich zu finden – trotz schmalen Geldbeutels.

War der oder die Ex vorab der Alleinverdiener, kannst Du staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Auch Freunde und Familie stellen eine Option dar. Bitte habe keine Angst, solche Angebote auch anzunehmen! Du hast jetzt schon genug mit der Situation zu kämpfen und die Trennung (emotional) zu überwinden…

Wenn Dir kein eigenes monatliches Einkommen zur Verfügung steht: Beantrage Arbeitslosengeld. Lasse Dich hierzu bei der Agentur für Arbeit beraten.

Wenn keine Ansprüche bestehen, ist die Sozialhilfe eine Möglichkeit. Du hast einen Anspruch darauf!

Spezielle Situationen 2: Finanzielle Hilfe bei Trennung

Eine Trennung ist stets belastend. Sowohl in emotionaler Hinsicht – aber auch in finanzieller. Dies gilt besonders für Frauen, die wegen der gemeinsamen Kinder ihren Job aufgegeben haben oder nur noch wenig arbeiten. Zum Glück gibt es jedoch gewisse gesetzliche Regelungen…

Welche finanziellen Hilfen gibt es?

Eine ganze Menge, um es schon einmal vorweg zu nehmen! Hier ein rascher Überblick:

Finanzielle Hilfe 1: Übernahme der Kosten für die Unterkunft

Dies gilt für all jene, die keine Arbeitsstelle haben. Gehe am besten sofort zum Arbeitsamt, um Dich diesbezüglich beraten zu lassen.

Dabei gilt: Wenn es gemeinsame Kinder gibt, wirst Du in der Regel in der bisherigen Wohnung bleiben können.

Finanzielle Hilfe 2: Trennungsunterhalt

Wenn Ihr beide miteinander verheiratet wart, besteht Anspruch auf Trennungsunterhalt. Dieser muss jedoch so rasch wie möglich beantragt werden – denn rückwirkend kann er nicht gezahlt werden. Setze Dich daher schnell mit einem Anwalt in Verbindung!

Voraussetzungen hierfür sind jedoch:

  • Beide Ehepartner leben getrennt voneinander.

  • Einer der beiden ist wirtschaftlich leistungsfähig.

  • Einer der beiden ist auf das Unterstützen des Anderen angewiesen.

Im ersten Jahr nach dem Trennen besteht keine Pflicht, zu arbeiten. Zudem kann dies nur von ihm verlangt werden, sofern dies seinen „persönlichen Bedürfnissen“ entspricht.

Die Höhe dieser Zahlung richtet sich dabei nach dem Einkommen des Zahlungspflichtigen sowie den jeweiligen Verhältnissen. (mehr dazu unter § 1361 BGB)

Finanzielle Hilfe 3: Kindesunterhalt (bei gemeinsamen Kindern)

Für gemeinsame Kinder muss gezahlt werden – egal, ob Ihr beide nun miteinander verheiratet wart oder nicht. Auch hierbei gilt jedoch: eine rückwirkende Zahlung kann nicht erfolgen.

Eine weitere wichtige Regelung in diesem Zusammenhang: Wenn das Kind jünger ist als drei Jahre, muss auch für denjenigen Unterhalt gezahlt werden, bei dem das Kind (hauptsächlich) lebt.

(mehr zu einer finanziellen Unterstützung mit Kind im nächsten Abschnitt).

Finanzielle Hilfe 4: Arbeitslosengeld II

Das Arbeitslosengeld II ist bekanntlich eine Grundsicherung für all jene, die erwerbsfähig und/ oder arbeitssuchend sind. Die jedoch nur über ein geringes Einkommen verfügen. Anspruch auf diese Hilfeleistung haben all jene, die älter als 15 Jahre und jünger als 65 Jahre sind. Zudem haben Angehörige Anspruch auf diese Zahlung, die mit dem Antragssteller in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft leben.

Welche finanzielle Unterstützung gibt es bei einer Trennung mit Kind?

Ein Kind sollte kein Armutsrisiko darstellen – für keinen. Auch deshalb gibt es von staatlicher Seite aus Anspruch auf diverse Hilfeleistungen finanzieller Art. Welche das sind? Schauen wir uns dies einmal genauer an:

Finanzielle Hilfe 1: Arbeitslosengeld II sowie der Kinderzuschlag

Bei einer Trennung mit Kindern kommt zum Arbeitslosengeld noch der Kinderzuschlag mit hinzu Dieser beträgt monatlich 170 Euro pro Kind. Voraussetzung ist, dass das Kind jünger als 25 Jahre ist. Und:

  • Es ist nicht verheiratet und lebt in dem jeweiligen Haushalt.

  • Es wird Kindergeld bezogen.

  • Das Einkommen von den Eltern erreicht die Mindesteinkommensgrenze in Höhe von 900 Euro brutto bei Paaren bzw. 600 Euro bei Alleinerziehenden.

  • Mit diesem Einkommen wird die festgesetzte Höchsteinkommensgrenze nicht überschritten.

Finanzielle Hilfe 2: Unterstützung bei der Kinderbetreuung

Damit der Elternteil wieder rasch arbeiten kann, besteht ein Anspruch auf eine „finanziell tragbare und qualifizierte Kinderbetreuung“. Im Klartext bedeutet dies: Die jeweilige Kommune beteiligt sich an den Ausgaben für Kindertagesstätte, Tagesmutter, dem Hort oder dem Kindergarten.

Wie hoch diese Unterstützung ausfällt, hängt vom Bundesland ab. Sowie von dem jeweiligen Einkommen der Eltern.

Finanzielle Hilfe 3: Leistungen für Bildung sowie für Teilhabe

Wer Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe bezieht, kann auch Unterstützung für Teilhabe und Bildung verlangen. Hier gilt ebenfalls der Grundsatz: Die Kinder müssen im Haushalt leben. Diese Unterstützung gibt es in Form von Sach- oder Geldleistungen.

Was zählt dazu? Hier ein Überblick:

  • Ausflüge mit der Schule oder mit der Kita (ein- oder mehrtägig)

  • Beförderung zur Schule

  • persönlicher Schulbedarf des Nachwuchs

  • angemessene Lernförderung

  • die Möglichkeit, am kulturellen und sozialen Leben teilzunehmen (wie etwa in einem Verein)

  • Mittagessen in Kita oder Schule

  • Unterstützung für Besuche in Schwimmbad, Museen und Co. (hierbei gibt es vor allem Gutscheine oder Ermäßigungen)

Finanzielle Hilfe 4: Unterhaltsvorschuss

Dies gilt im Falle einer Trennung und Scheidung. Bekommt derjenige, der die Kinder ab sofort alleine betreut, keinen Unterhalt, kann der Vorschuss beantragt werden.

  • Für Kinder unter 6 Jahren werden 150 Euro monatlich gezahlt.

  • Für Kinder unter 11 Jahren gibt es 201 Euro im Monat.

  • Für Kinder bis 18 Jahren gibt es unter bestimmten Voraussetzungen 268 Euro im Monat.

Finanzielle Hilfe 5: Leistungen für die Erstausstattung

Wer schwanger ist und sich trennt, sieht sich ebenfalls mit einer finanziellen Aufwendung konfrontiert. Wer dazu noch Arbeitslosengeld bezieht, kann schwangerschaftsbedingten Mehrbedarf beantragen. Dabei wird eine Erstausstattung (mit) finanziert.

Fazit

Es gibt zum Glück eine ganze Reihe an unterschiedlichen Hilfen. Für Unterstützung ist also gesorgt – sowohl in emotionaler als auch in praktischer und finanzieller Hinsicht.

Noch einmal: Bitte sei nicht zu stolz, solche Angebote auch anzunehmen. In 99,9 % der Fälle erleichtern sie einem das Leben. Und das ist gerade jetzt, in dieser so schwierigen Situation, Gold wert… Und Dir wird es so umso leichter fallen, die Trennung und alles, was mit ihr zusammen hängt, schneller hinter Dir zu lassen.