Du fragst Dich, wie Du die Trennung vielleicht doch noch verhindern kannst? Um die Beziehung zu retten? Wie solltest Du am besten vorgehen?

Ich will Dir genau dabei helfen! Und zeige Dir in diesem Artikel:

1) Wie Du die Trennung Schritt für Schritt verhinderst

2) und wie Du den Partner zurückgewinnen kannst.


Kurz vor Trennung oder Scheidung – aber wie verhindern – Schritt für Schritt

Selbst wenn Ihr beide kurz vor der Trennung steht: Es gibt noch die Chance, diesen Schritt zu vermeiden! Und es nicht so weit kommen zu lassen. Wie Dir das gelingt, habe ich hier für Dich aufgeschrieben. Im Rahmen einer Schritt für Schritt Anleitung, an die Du Dich halten kannst.

1 Schritt: Druck nachlassen

Ihr beide steht gerade unter sehr großem Druck. Doch ist es wichtig, diesen jetzt raus zu nehmen… Warum und wie das klappt, das erkläre ich Dir in den folgenden beiden Abschnitten.

Warum weniger Druck?

Eines ist mir im Laufe der Zeit klar geworden: Wer unter Druck steht, der neigt dazu, überstürzte Entscheidungen zu treffen. Handlungen, die gravierende Konsequenzen haben können. Und nicht immer gute…

Handlungen also, die man später bereut. Davor will ich Dich schützen. WerdEe Dir also bewusst, dass zu viel Druck selten zu etwas Gutem führt. Im Gegenteil!

Und: Je mehr Druck vorhanden ist, umso weiter entfernt man sich von dem Partner oder der Partnerin. Bzw. er/ sie sich von einem. Denn man ist gewissermaßen gefangen. Kann nicht mehr geben. Ist gestresst. All das führt dazu, dass eine Distanz entsteht. Dass man auf den Anderen nicht mehr eingehen kann. Und so weiter…

Wie kann man den Druck nachlassen?

Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, diesen Druck raus zu lassen. Hier habe ich ein paar wirksame Vorschläge für Dich:

  • Weniger reizen: Unbewusst schlägt man gegenüber dem Partner, der Partnerin meist einen gereizten Ton an. Dies löst jedoch Ärger und Unverständnis bei dem Anderen aus. Oder er wird verletzt. Werde Dir dessen also bewusst! Und versuche, den Ton zu ändern.

  • Weniger einengen: Nur so hat der Andere das Gefühl: „Ich bekomme Luft zum Atmen.“

  • weniger ausfragen: Wer den anderen ständig ausfragt, bewirkt vor allem eines: Dieser wird sich unnötig kontrolliert fühlen. Und sich, je nach Veranlagung und Temperament, dagegen auflehnen. Deshalb: Verzichte auf zu viele und zu intime Nachfragen. Was er oder sie Dir erzählen will, wird er/ sie schon tun. Und zwar freiwillig und gerne.

  • Weniger emotional belasten: Auch dies spielt in Sachen Druck aufbauen eine wichtige Rolle. Der Andere hat so nämlich schnell das Gefühl, sich um Dich kümmern zu müssen. Sich mit Deinen Sorgen und Ängsten zu befassen. Obwohl ihm oder ihr das mitunter zu viel ist. Deshalb: Versuche, dies nicht zu tun. Beziehungsweise nicht zu sehr. So findet Ihr ebenfalls wieder zueinander. Und könnt eine Beziehung auf Augenhöhe führen.

  • Weniger mit Geständnissen überhäufen: Auch dies führt schnell einmal dazu, dass sich der Andere unter Druck gesetzt fühlt. Dass er vielleicht das Gleiche tun muss, obwohl er das gar nicht will. Schnell führt dies zu einer Missstimmung, zu gewissen Problemen in der Beziehung. Das muss nicht sein!

2. Schritt – für 2 bis 6 Tage abtauchen

Eine kleine Auszeit kann mitunter wahre Wunder wirken. Und dazu beitragen, die Trennung doch noch zu verhindern.

Warum abtauchen?

Wie heißt es so schön? Wir erkennen erst dann den Wert einer Sache, wenn diese nicht mehr da ist. Und genauso geht es einem, wenn der Partner, die Partnerin nicht mehr ständig um einen herum ist.

Dann merkt man erst, was man eigentlich an ihm oder ihr hat. Dass es eben nicht selbstverständlich ist, ihn oder sie stets um sich zu haben.

Durch die Auszeit, durch das kleine Abtauchen kannst Du also Vermissen erzeugen. Ihn oder sie wieder neugierig auf Dich machen. Einen Versuch ist es allemal wert! Zumal es auch Dir die Möglichkeit gibt, raus zu kommen. Und tief durch zu atmen.

Wie abtauchen?

Stellt sich nun natürlich die Frage, wohin Du flüchten bzw. abtauchen solltest. Hier sind meine Vorschläge für Dich:

  • Freunde

  • Familie

  • Bekannte

  • ein kurzer Urlaub

  • ins Hotel in der Stadt

3. Schritt – eigene Abhängigkeit reflektieren und hinterfragen

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um sich einige wichtige Fragen zu stellen. Und um die eigene emotionale Abhängigkeit zu hinterfragen, zu analysieren.

Hinterfrage: Ist es Liebe oder Sehnsucht nach etwas anderem?

Frage Dich bitte ehrlich, ob es sich von Deiner Seite aus um wahre Liebe handelt. Oder ob nicht doch etwas anderes dahinter steht.

Denn, um es ganz klar und deutlich zu sagen: Nicht umsonst seid Ihr beide als Paar an diesem Punkt angekommen. Nicht umsonst gibt es gewisse Probleme und Konflikte.

Ist es also wirklich Liebe? Oder steckt hinter Deinen Gefühlen nicht doch etwas anderes? Die Sehnsucht nach etwas bzw. jemandem? (wie etwa die Sehnsucht nach einer Ersatzmutter, nach einem Ersatzvater).

Dies kann leider oft zu einer falschen Liebe führen. Eine Liebe, die unter falschen Voraussetzungen entsteht. Und zu einer emotionalen Abhängigkeit führt. Genau diese Abhängigkeit ist jedoch Gift für eine Beziehung. Denn diese wird nicht mehr gleichberechtigt, auf Augenhöhe geführt. Und laugt beide aus, mehr und mehr…

Hinterfrage: Ist es Angst vor dem Alleinsein?

Ein sehr häufiger Grund, warum man sich nicht trennen will: Man hat Angst davor, alleine zu sein. Aus Angst vor dieser Einsamkeit klammert man sich an die Beziehung. Und an den Anderen.

Hinterfrage: Willst du mit der Liebe etwas in dir ergänzen? Wenn ja, was?

Man fühlt sich selbst nicht wirklich „ganz“ und „vollständig“. Hat das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Etwas ergänzen zu müssen. Dieses sucht man nun in dem Partner, in der Partnerin. Beziehungsweise man hofft, dass dieser die Lücke füllen kann.

Ist dies auch bei Dir der Fall? Wenn ja: Was soll ergänzt werden? Wie kannst Du selbst diese Lücke schließen?

Warum sind diese Fragen wichtig?

Diese Fragen sollten nicht umsonst gestellt werden! Denn wie gesagt: Ein sehr häufiges Problem in Beziehungen ist eine einseitige Liebe. Diese einseitige Liebe führt früher oder später unweigerlich zur Trennung.

Werde Dir dieser Gefahr bewusst. Und stelle Dich der Situation! Nur so wirst Du damit besser umgehen können. Die einseitige Liebe auflösen, zu einer wahren Liebe ummünzen können.

Hinweis: Du kannst mit der Einseitigkeit besser umgehen, indem Du unabhängig wirst. Indem Du Dich weiter entwickelst, an Dir arbeitest.

Setze Dir Ziele. Schaue in die Zukunft und schmiede Pläne. Was willst Du kurz,- mittel-, langfristig erreichen? Und wie kannst Du das am besten schaffen?

  • Stelle am besten eine konkrete Strategie auf.

  • Mit Zielen und Maßnahmen, die realistisch sind.

  • Und zu Dir passen.

  • Sie sollten sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

  • Und gut umgesetzt werden können.

  • Setze diesen Plan auch wirklich um.

  • Und zwar ab sofort!

Auf diese Weise zeigst Du Dir selbst: Ich bleibe nicht stehen. Ich tue etwas, und das aktiv. Ich verharre nicht im Passiven. Denn ich möchte mich nicht mehr mit dieser Situation zufrieden geben. Mit einer Situation, die für mich nicht befriedigend ist.

Allein dies setzt schon sehr viele Kräfte frei. Dieser bewusste Entschluss, etwas für sein eigenes und das Liebesglück zu tun. Und das wird natürlich auch den Partner, die Partnerin beeindrucken.. Der/ die Dich mit neuen Augen betrachtet.

Durch das an sich arbeiten wirst Du also wieder attraktiver für den Anderen. Ein willkommener Nebeneffekt!

4. Schritt – Mögliche zukünftige Trennungsursache reflektieren

Wie gesagt: Nicht umsonst seid Ihr beide an diesem Punkt angelangt. Es gibt bestimmte Ursachen, warum es so weit kam… Umso wichtiger ist daher eine gründliche Analyse und Reflexion!

Warum sollte man die Trennungsursachen reflektieren?

Weil es nicht umsonst gewisse Probleme in Eurer Beziehung gibt. Diese haben stets bestimmte Ursachen. Auch wenn das vielleicht ein wenig banal klingt. Doch wer die Augen davor verschließt, tut sich selbst keinen Gefallen. Und der Partnerschaft schon mal gar nicht…

Wie sollte man die Trennungsursachen reflektieren?

Wie aber solltest Du am besten vorgehen? Hier sind meine Tipps für Dich:

4.1 Aufschreiben für:

Was für Probleme bin ich alleine verantwortlich: Sei dabei bitte ehrlich zu Dir. Aber auch nicht zu kritisch. Wenn Du Zweifel und Probleme hast, kannst Du auch eine gute Freundin/ einen guten Freund um Rat fragen.

Was für Probleme ist mein/e Partner/in verantwortlich: Hier gilt im Prinzip das Gleiche wie zuvor. Bitte sei ehrlich und fair. Schiebe nicht dem Partner, der Partnerin die gesamte Schuld in die Schuhe. Doch sei auch nicht zu großzügig – er oder sie ist nun mal ebenfalls kein Heiliger.

Was für Probleme sind beide verantwortlich: Eine Beziehung ist stets etwas, das GEMEINSAM gestaltet wird. Daher wird es bestimmte Probleme geben, für die Ihr beide verantwortlich seid. Welche sind das bei Euch?

4.2 Maßnahmenplan entwickeln für:

Was für Probleme bin ich alleine verantwortlich:Welche Probleme kannst Du nun beheben? Wie am besten an Dir arbeiten, damit Du weiterkommst? Stelle hier eine konkrete Strategie auf!

Für Probleme, für die Ihr beide verantwortlich seid: Am besten sollte dies im Gespräch mit dem Anderen geschehen. Was dabei gut ist: Durch dieses gemeinsam dran arbeiten könnt Ihr beide Euch wieder näher kommen. Die Distanz, die zwischen Euch war/ ist, besser überbrücken.

5. Nach den 2 bis 6 Tagen Partner oder Partnerin zu Gespräch bitten – so vorgehen

Nun ist es an der Zeit, das offene Gespräch mit dem Partner, der Partnerin zu suchen. Wie dabei am besten vorgehen?

1.) Offen eigene Ängste ansprechen: Offenheit und Ehrlichkeit sind das Gebot der Stunde. Bitte sei nicht zu schüchtern, zu stolz, etc, zu Deinen Ängsten und Befürchtungen zu stehen! Denn nur so kann der Partner, die Partnerin besser auf Dich eingehen. Mehr Verständnis entwickeln.

2.) Eigene Abhängigkeit aus Schritt 3 erklären – die diese Angst erzeugt: Auch dies gehört zum Punkt Verständnis erzeugen mit dazu. Habe keine Angst, dass er oder sie Dich dafür verurteilen könnte. Lege die Karten auf den Tisch. Es wird Dich entlasten!

3.) Über mögliche zukünftige Trennungsgründe (also derzeitige Beziehungsprobleme) im Leben reden: Ja, Ihr beide seid gerade an einem schwierigen Punkt. Und es bringt rein gar nichts, das schön zu reden.

Zumal es bestimmte Muster in Eurer Beziehung gibt. Die Probleme und Konflikte herauf beschwören können. Auch in Zukunft. Um dem vorzubeugen, solltet Ihr beide offen über die derzeitigen Beziehungsprobleme sprechen. Denn diese können sich sonst zu künftigen Trennungsgründen entwickeln..

Hinweis: Alles was Reibungspunkte oder Streit erzeugt, sofort deeskalieren! Vorwürfe und Vorhaltungen an den Anderen sind tabu. Gerade jetzt, in dieser emotional angespannten Situation! Bemüht Euch deshalb um einen möglichst sachlichen und einfühlsamen Ton. Versucht, den Anderen zu verstehen. Und bei strittigen Punkten und Konfliktpotentialen rechtzeitig zu deeskalieren… Sowohl bei Freund als auch Freundin

Trennung verhindern und vermeiden oder Partner zurückgewinnen

Sollst Du den Partner zurückgewinnen, ja oder nein? Hier eine Pro und Contra Tabelle, die Dir bei der Entscheidung helfen soll:

Pro Trennung verhindernContra Trennung verhindern
Es besteht wirkliche und wahre Liebe zwischen Euch. Mit echten Gefühlen.Es besteht eine einseitige Liebe. Eine Liebe, die auf falschen Voraussetzungen aufgebaut ist.
Die Beziehung wird auf Augenhöhe geführt.Bei der Beziehung besteht ein Ungleichgewicht. Der eine fühlt sich dem Anderen unter- oder überlegen.
Es ist noch Vertrauen zwischen Euch beiden vorhanden.Es ist zu viel Vertrauen verloren gegangen. Vertrauen, das nicht mehr wiederhergestellt werden kann.
Ihr teilt prinzipiell noch die gleichen Vorstellungen, Wünsche und Ziele. Wenn Ihr in die Zukunft schaut, seid Ihr Euch darüber einig, was Ihr noch erreichen wollt. Das verbindet!Ihr teilt nicht mehr die gleichen Vorstellungen, Wünsche und Ziele. Diese haben sich im Laufe der Zeit auseinander entwickelt. Und dies wiederum führt dazu, dass die Kluft zwischen Euch immer stärker wächst.
Es gibt keinen Anderen. Niemand von Euch ist fremd gegangen, hat sich in einen Anderen verliebt, ….Es gibt jemand Anderen. Jemanden, der dieses Kribbeln im Bauch erzeugt. Und der die Beziehung nun in Gefahr bringt…
Ihr habt Euch noch etwas zu sagen.Ihr findet kein gemeinsames Thema mehr. Und das schon seit einiger Zeit...
Ihr seid beide bereit, in die Beziehung zu investieren. Und an ihr zu arbeiten. Selbst, wenn das einige Zeit in Anspruch nehmen sollte. (Und das wird in der Regel der Fall sein.)Ihr seid nicht mehr bereit, in die Beziehung zu investieren. Dafür reicht es schon aus, wenn einer innerlich mit der Beziehung abgeschlossen hat.
Die Probleme, die Ihr habt, lassen sich überwinden. Wenn besondere Umstände herrschen, wird dies allerdings schwierig (z.B. psychische Probleme, Finanzielle Sorgen,...)Die Hürden für Eure Beziehung sind zu groß (z.B. weil einer von Euch depressiv ist, unter einer anderen schweren Krankheit leidet,…).
Ihr werft einander nichts vor. Sondern schätzt den Anderen nach wie vor, als Mensch. Es stehen keine schlechten Gefühle zwischen Euch.Ihr macht den Anderen für die Probleme verantwortlich.

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