Du bist nicht wirklich glücklich in Deiner Beziehung? Weil Ihr beide gerade Probleme habt? Doch lohnt es sich, die Partnerschaft zu retten? Oder sollte sie besser beendet werden?

Ich will Dir bei Deiner Entscheidung behilflich sein. Und zeige Dir in diesem Artikel

1) wovon es abhängt, ob die Beziehung gerettet oder beendet werden sollte

2) Wann der Zeitpunkt für eine Rettung gekommen ist

3) wann der Zeitpunk für ein Beenden gekommen ist

4) Wie Du Schritt für Schritt zur richtigen Entscheidung für Dich gelangst.

5) Zum Schluss gibt es noch ein kleines Fazit.


 

Beziehung retten oder beenden – wann sollte man eine Beziehung beenden und wann retten?

Die Frage, ob man sich noch weiter für seine Partnerschaft einsetzen sollte, ist eine schwere. Und bedarf deshalb einer gründlichen Analyse der Situation. Und das auf verschiedenen Ebenen: dem emotionalen sowie dem rationalen Bereich.

Wovon eine Rettung oder ein Beenden also abhängt, sind genau diese beiden Befindlichkeiten. Hier stelle ich Dir vor, was ich damit meine:

Das hängt von den emotionalen Befindlichkeiten ab

Emotionen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Vor allem, wenn es um (zwischenmenschliche) Beziehungen geht! Und natürlich bei der Frage, ob Du noch weiter für die Partnerschaft kämpfen solltest.

Was sind emotionale Befindlichkeiten?

Schaue Dir Deine Gefühle für Deinen Partner, Deine Partnerin genau an. Was empfindest Du, wenn Du an ihn oder sie denkst? Sind die Gefühle eher positiver Natur? Geht es Dir besser, wenn Du bei ihm oder ihr bist?

Oder steht mittlerweile einfach zu viel zwischen Euch? Habt Ihr Euch gegenseitig zu sehr verletzt? Gab es Betrug? Verletzungen anderer Art? Liebt einer von Euch beiden zu sehr? Wird geklammert? Usw…

Sei beim Beantworten dieser Fragen bitte unbedingt ehrlich. Nur das wird Dir dabei helfen, all jene emotionalen Befindlichkeiten ausfindig zu machen, die es in Deinem Fall gibt. Es hilft, mit einer guten Freundin oder dem besten Kumpel darüber zu sprechen. So sieht man häufig klarer!

Das hängt von den rationalen Fakten ab

Doch kommt es auch auf die rationale Ebene drauf an. Was damit gemeint ist? Vor allem die Folgen, die ein Beenden oder eine Rettung der Beziehung nach sich zieht.

Was sind rationale Fakten?

Stelle Dir einfach mal beide Situationen vor. Wie würde es weitergehen, wenn Ihr die Beziehung fortführen würdet? Was ist mit den Problemen, die zwischen Euch bestehen? Gibt es Möglichkeiten, diese zu lösen? Und wenn ja: Wer von Euch beiden ist (mehr) gefordert? Wie viel Zeit muss investiert werden?

Gibt es überhaupt eine Lösung? Oder bestehen die Ursachen schon zu lange? Was habt Ihr schon alles versucht, um Eure Beziehung noch besser zu machen? Hast Du das Gefühl, dass auch Dein Partner oder Deine Partnerin noch hinter Euch beiden als Paar steht? Dass er oder sie ebenfalls um Euch kämpfen will, trotz allem?

Spielen externe Faktoren eine Rolle? Wenn ja: welche sind dies? Lassen sie sich gut lösen?

Bitte sei auch hier beim Beantworten der Fragen unbedingt ehrlich. Nur so wirst Du jene Faktoren finden, auf die es bei Dir ankommt. Gerne kannst Du mit jemandem darüber sprechen. Jemandem, dem Du vertraust. Und der Dir wertvolles Feedback gibt…

Was ist wichtiger von den beiden Ebenen?

Eine rationale und kühle Analyse ist ja schön und gut. Doch letzten Endes sollte die emotionale Ebene über die rationale Ebene gestellt werden! Schließlich geht es hier um eine Herzensangelegenheit – im wahrsten Sinne des Wortes.

Hier möchte ich Dir ein Beispiel geben. Stelle Dir mal vor, dass Eure Beziehung noch gerettet werden kann. Ihr beide als Paar könntet es also schaffen. Auch, wenn rationale Faktoren wie etwa die Finanzen dagegen sprechen (z.B. weil Eure finanzielle Lage angespannt ist. Und es deshalb immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt.) Denn Ihr beide liebt Euch wirklich. Noch immer sind da große Gefühle da. Eine große Verbundenheit, viel Vertrauen und Nähe.

In diesem Fall solltet Ihr emotional entscheiden! Denn es gibt eine Lösung. Und Eure Liebe ist groß genug, um diese Lösung zu finden. Wie schade wäre es, dies einfach aufzugeben!

Letzten Endes hat also der Bauch die letzte Entscheidung. Und das ist auch gut so…

Nun weißt Du, von welchen Bereichen es abhängt, die Beziehung zu retten oder zu beenden. Doch wann ist der Zeitpunkt für eine Rettung gekommen? Diese Frage wird in dem nächsten Abschnitt genau beantwortet…

Wann sollte ich meine Beziehung retten?

Retten oder nicht – Du überlegst hin und her. Um Dir bei Deiner Entscheidung zu helfen, habe ich eine Tabelle für Dich erstellt. Aus der Du gut herauslesen kannst, wann Deine Beziehung gerettet werden sollte:

Emotionale Befindlichkeiten, die für eine Rettung sprechen:

Emotionale BefindlichkeitenErklärung, warum man retten sollte
Man hat noch GefühleEs passt einfach noch zwischen Euch beiden. Mehr gibt es dazu eigentlich gar nicht groß zu sagen. Und welches Argument spricht noch mehr für ein Retten der Beziehung als Liebe? Eben!
Ihr vertraut einander noch gegenseitig.Vertrauen ist sehr, sehr wichtig in einer Beziehung. Denn nur dann wird man sich wirklich auf die Beziehung einlassen können (und wollen). Nur dann kann man sich fallen lassen. Ohne Vertrauen geht es also nicht! Und wenn dieses da ist, ist das schon mal ein wichtiger Grund, um für die Beziehung zu kämpfen.
Ihr fühlt Euch in Gegenwart des Anderen noch immer sehr wohl.Das baut direkt auf dem Vertrauen auf. Doch geht es dabei um noch mehr: um entspannen, um sich fallen lassen können. Du weißt, dass Du in Gegenwart des Anderen einfach Du selbst sein kannst. Du musst nichts vorspielen. Du bist einfach da. Und das ist ein großartiges Geschenk! Um das es sich zu kämpfen lohnt...
Du hast grundsätzlich ein gutes Gefühl, wenn Du an ihn oder sie denkst.Horche mal in Dich hinein. Was empfindest Du spontan, wenn Du an Deine Partnerin, Deinen Partner denkst? Fühlst Du Dich gut, glücklich sogar? Dann geht es Dir besser, wenn Du in der Beziehung bleibst.
Du vermisst ihn oder sie, wenn Ihr beide voneinander getrennt seid.Selbst, wenn es nur wenige Stunden sind: Bist Du von ihm oder ihr getrennt, vermisst Du etwas. Nicht nur die körperliche Nähe. Sondern auch diese emotionale Verbundenheit. Auch dies ist ein Geschenk. Und spricht deutlich für ein Fortführen der Beziehung.
Ihr habt Euch noch immer etwas zu sagen. Und führt intensive Gespräche.Ohne Kommunikation kann keine Partnerschaft erfolgreich bestehen. Wie sieht es in dieser Hinsicht bei Euch beiden aus? Wenn Ihr noch immer viel miteinander redet, ist das gut. Und zwar nicht nur oberflächlich, nicht nur über organisatorische Dinge. Sondern über das, was Euch bewegt.
Ihr teilt die gleichen Werte und Einstellungen miteinander.Eine Beziehung braucht immer den Hinblick auf die Zukunft. Auf eine Fortentwicklung. Wo wollt Ihr beide in einem, in zwei, in fünf, zehn, … Jahren sein? Wichtig hierfür sind gemeinsame Werte und Einstellungen. Wenn dies gegeben ist, ist ein weiteres wichtiges Argument für die Rettung gefunden.

Rationale Fakten, die für eine Rettung sprechen:

Und wie sieht es auf der rationalen Ebene aus? Was spricht in diesem Zusammenhang für eine Rettung? Auch hierzu habe ich wieder eine Tabelle für Dich erstellt!

Rationale FaktenErklärung, warum man retten sollte
Miete durch zwei geteilt...Die Finanzen sollte man nicht unterschätzen. Optimal ist es, wenn diese kein Thema sind. Wenn Ihr Euch in dieser Hinsicht auf Augenhöhe begegnet. Wenn keiner dem Anderen etwas schuldet.
Ausgewogenheit bei den Haushaltspflichten.Wer macht was und wie viel im Haushalt? Glaube mir, dies ist ein ständiger Streitpunkt zwischen den Paaren. Wenn dies bei Euch nicht der Fall ist, wenn Ihr beide gleichermaßen mithelft: umso besser!
Keine Probleme bei der Kinderbetreuung.Wer holt wann die Kinder von der Kita, der Schule ab? Wer passt morgen abend auf sie auf? Auch dies sind wichtige Fragen. Die geklärt werden sollten!
Die Arbeit nimmt nicht zu viel Raum ein.Mitunter ist es so, dass einer von beiden oder beide sehr viel arbeiten. Um dann abends geschafft nach Hause zu kommen. Zu nichts mehr fähig sind. Das geht auf Kosten der Beziehung, verständlicherweise. Wenn dies nicht der Fall ist, ist eine Rettung empfehlenswert.
Ihr beide habt ein gutes Verhältnis zu der Familie, dem Freundeskreis des Anderen.Sind Freunde oder Familie gegen die Beziehung, ist das ein ständiger Zankapfel. Und der Andere wird sich wie zwischen den Stühlen fühlen. Nicht wissen, welche Partei er ergreifen soll. Wenn dies nicht so ist: sehr schön!
Ihr beide habt ausreichend Zeit, Eure Beziehung zu pflegen.Zeit, die miteinander verbracht wird, ist wichtig. Denn sie schweißt zusammen. Bringt Euch noch näher zueinander. Verbringt Ihr beide wirklich viel Zeit zusammen? Und zwar nur ihr beide, zu zweit?
Ihr beide habt gemeinsame Hobbys.Nicht nur im Bett und auf dem Sofa beim Kuscheln sollte es gut laufen. Optimal ist es, wenn Ihr beide auch gemeinsame Hobbys pflegt. Gerne zum Wandern oder Rad fahren geht beispielsweise. Gerne in der Natur seid oder verreist. Je mehr dies der Fall ist, umso besser!

Nun weißt Du, wann es noch eine Chance für Eure Beziehung gibt. Doch wann lässt sie sich einfach nicht mehr retten? Darum geht es in dem nächsten Abschnitt:

Wann sollte man eine Beziehung beenden?

Ganz ehrlich: Manchmal ist es einfach zu spät. Zu spät, um die Partnerschaft noch zu retten. Wann dies der Fall ist? Auch hierzu habe ich wieder Tabellen für Dich erstellt.

Emotionale Befindlichkeiten, die für eine Beendigung sprechen:

Beginnen wir zunächst mit der emotionalen Ebene. Was spricht aus Sicht der Gefühle dafür, die Beziehung zu beenden?

Emotionale BefindlichkeitenErklärung, warum man beenden sollte
Man hat noch Gefühle.Und zwar zu starke. Man klammert sich an den Anderen. Dessen Gefühle hingegen immer kleiner werden. Die emotionale Ebene ist also in eine gründliche Schieflage geraten. Der eine hängt an dem Anderen. Dieser wiederum fühlt sich erdrückt. Die Folge: Er will nur noch raus...
Man hat keine Gefühle mehr.Es passiert immer wieder: Die Gefühle füreinander werden im Laufe der Zeit immer kleiner. Bis sie ganz und gar verschwunden sind. Warum sollte man dann noch für die Beziehung kämpfen? Eben!
Man interessiert sich nicht mehr für den Anderen.Weil die Gefühle nicht mehr vorhanden bzw. zu kompliziert geworden sind. Man will nicht mehr wissen, was den Anderen eigentlich gerade bewegt. Was ihn umtreibt, ihn beschäftigt. Doch siehe oben: Eine gelungene Kommunikation gehört zu einer funktionierenden Beziehung einfach mit dazu. Punkt.
Es gibt (gab) zu viele Verletzungen.Etwa, weil gelogen oder betrogen wurde. Fakt ist: Der eine ist verletzt. Fühlt sich nicht mehr wohl. Kann dem Anderen nicht mehr vertrauen.
Es gibt eine(n) Andere(n).
Man hat sich auseinander entwickelt.Und teilt nicht mehr die gleichen Wünsche, Werte und Einstellungen miteinander. Beispielsweise, wenn der eine Kinder will. Von einem Haus im Grünen träumt. Der Andere hingegen will unbedingt in der Stadt bleiben. Und dem Partyleben frönen…
Ihr könnt nicht mehr entspannen, wenn Ihr zusammen seid.Wenn das Vertrauen weg ist, bricht ein wichtiges Fundament für eine erfüllte und glückliche Beziehung weg. Man entspannt sich nicht mehr in Gegenwart des Anderen. Man ist nicht mehr man selbst. Sondern verkrampft. Doch ist dies nicht Sinn der Beziehung...

Rationale Fakten, die für eine Beendigung sprechen:

Wir wollen natürlich auch die rationale Ebene nicht außen vor lassen. Was spricht aus „vernünftigen“ Gründen dafür, die Beziehung zu beenden?

Rationale FaktenErklärung, warum man beenden sollte
Die finanzielle Lage ist ein großes Problem.Ständig streitet Ihr Euch. Darüber, dass der eine wesentlich mehr Miete zahlt. Dass der Andere gewissermaßen von ihm abhängig ist. Dass das Geld niemals ausreicht. Es geht ständig um das eine: das Rechnen. Und das ist alles andere als gut...
Es gibt bei einem zu große psychische Probleme.Vielleicht wegen einer Depression. Oder einer anderen schweren psychischen Krankheit. Auch eine Krebserkrankung o.Ä. kann dazu führen, dass die Probleme in der Beziehung einfach nicht mehr bewältigt werden können. Das es zu viel ist. Wenn diese Kraft fehlt, wenn es nur noch um die Krankheit geht, dann ist ein Beenden der Beziehung vielleicht die bessere Lösung.
Die Arbeit ist wichtiger als alles andere.Zumindest für einen von Euch beiden. Karriere: ja, unbedingt. Die Beziehung? Ach, die kommt erst an nächster Stelle. Der Andere leidet jedoch darunter. Und wird sich nicht wirklich wertgeschätzt fühlen.
Ständig streitet man sich über die gleichen Themen.Und das, ohne zu irgendeiner Lösung zu kommen. Egal, wie lange man miteinander diskutiert. Das macht müde, das zermürbt. Wie also soll eine Beziehung so auf Dauer Bestand haben?
Der eine setzt sich wesentlich mehr für die Beziehung ein.Und versucht, um diese zu kämpfen. Der Andere geht hingegen seinem eigenen Leben nach. Trifft sich ohne Rücksicht auf Verluste (bzw. auf den Anderen) mit seinen Freunden. Geht seinen eigenen Hobbys nach. Man führt immer stärker getrennte Leben.
Die Familie und Freunde sind gegen die Beziehung.Aus welchen Gründen auch immer. Doch fühlt sich der Andere in solch einem Fall hin und her gerissen: Welche Seite soll er ergreifen? Und sobald Zweifel an der Beziehung entstehen, wird er der „Anti Fraktion“ stärker zuhören…. Und immer weniger bereit sein, noch etwas für die Beziehung zu tun.
Ihr habt schon alles versucht.Paartherapie. Endlose Gespräche. Weg fahren, um aus dem Alltag raus zu kommen und die Liebe wieder zu finden. Doch nichts davon hat geholfen. Warum sollte man also noch etwas für die Beziehung tun? Wenn all die bisherige Mühe vergebens war?

Nun weißt Du, was für und was gegen eine Rettung bzw. ein Beenden der Beziehung spricht. Zeit also, Deine eigene Entscheidung zu fällen. Und zwar die richtige…

Beziehung beenden – ja oder nein – Schritt für Schritt Anleitung zur richtigen Entscheidung!

Besonders bei so schweren Fragen ist eine Schritt für Schritt Anleitung Gold wert. Denn so erhältst Du Orientierung. Deshalb zeige ich Dir hier ganz genau, wie Du zu der für Dich richtigen Entscheidung gelangst.

Schritt 1: Emotionale Situation reflektieren und aufschreiben

Eine gründliche Analyse ist sehr wichtig. Folgende Fragen helfen Dir dabei, Deine eigene Situation zu erfassen. Und zu sehen, worauf es bei Dir, bei Euch ankommt:

Wie ging es mir?“ Und wann hat es angefangen? Was war der Auslöser, was bestimmte Schlüsselsituationen? Werde Dir darüber im Klaren. (Es hilft dabei, mit jemandem darüber zu sprechen.)

Wie geht es mir?“ Was empfindest Du gerade? Und wie lange verharrst Du schon in diesem Zustand? Schreibe dies genau auf! Und horche in Dich hinein…

Wie würde es mir gehen, wenn?“ Stelle Dir vor, Du würdest die Beziehung fortführen. Wie geht es Dir spontan bei diesem Gedanken? Wie und was fühlst Du?

Stelle Dir nun das Gegenteil vor. Wie sieht die Sache aus, wenn Du die Partnerschaft beendest? Was sagen Deine Gefühle dazu? Sei auch hier spontan!

Wie will ich, dass es mir geht?“ Der Idealzustand ist natürlich, glücklich zu sein. Willst Du das wirklich? Was bist Du bereit, dafür zu tun? Hast Du Angst vor einer unbekannten Situation? Willst Du wirklich glücklich sein? Oder ziehst Du es gerade vor, lieber in der gewohnten Situation zu bleiben? Sei hier bitte ehrlich!!

Wie erreiche ich den Zustand, bei dem es mit gut geht?“ Was brauchst Du für „Zutaten“, um glücklich und zufrieden zu werden? Und wie gut stehen die Chancen, das mit dem Partner oder der Partnerin zu erreichen?

Macht nach Reflexion dieser Fragen eine Partnerschaft noch Sinn?“ Nach allem, was Du herausgefunden hast: Bist Du mit oder ohne ihn/ sie glücklicher? Höre auf das, was Deine Gefühle Dir sagen…

ein genereller Hinweis: Gehe möglichst intuitiv vor. Denn die spontanen Empfindungen geben Dir einen wichtigen Hinweis darauf, wie es wirklich in Dir aussieht. Wie sehr Du wirklich dazu bereit bist, um die Beziehung zu kämpfen. Wie sehr Du ihn oder sie noch immer liebst.

Schritt 2: Rationale Situation reflektieren!

Beschäftigen wir uns nun mit der rationalen Ebene. Auch hier gilt es, eine gründliche Analyse vorzunehmen. Welche Fragen solltest Du Dir jetzt stellen? Und zwar die folgenden:

Was verändert sich?“ Bestimmte Maßnahmen führen zu bestimmten Veränderungen. Das ist logisch. Wie sieht es bei Euch in dieser Hinsicht aus? Was genau verändert sich?

Was verändert sich nicht?“ Und was bleibt gleich? Wenn Ihr beide etwas verändert? Beziehungsweise dies nicht tut? Was würde ein Nichtstun für Eure Partnerschaft und für die Gefühle bedeuten?

Wo gäbe es Probleme?“ Ihr verändert etwas. Wo siehst Du Probleme aufkommen? Welche Herausforderungen kämen nun auf Euch beide zu?

Wo gäbe es keine Probleme?“ Veränderungen können bestimmte Probleme auflösen. Welche sind das? Wie wichtig war und ist es, diese zu eliminieren? Wo siehst Du keine Probleme mehr?

Welche Veränderungen wären zu viel?“ Es kann sein, dass Veränderungen Euch auseinander treiben. Dass sie das Band zerschneiden, das Euch noch eint. Stelle Dir daher die Frage: Was wäre es, das uns auseinander treibt?

Ein genereller Hinweis: Denke gründlich über diese Fragen nach. Nimm Dir wirklich Zeit dafür. Es hilft, diese aufzuschreiben. Eine Pro und Contra Liste zu erstellen. Und/ oder mit jemandem von außen darüber zu reden.

Schritt 3: Genau gegenüberstellen!

Nun hast Du sowohl die emotionale als auch die rationale Ebene beleuchtet. Doch gilt es nun, abzuwägen. Und sich weitere Fragen zu stellen.

Wie sähe meine Zukunft emotional und rational mit und ohne Partner/in aus?“ Was lösen diese Vorstellungen spontan in Dir aus? Denke darüber nach!

Welche Vorteile hätte eine Zukunft ohne Partner/in?“ Gehe rational an die Sache heran. Was spricht konkret dafür, die Beziehung zu beenden?

Welche Vorteile hätte eine Zukunft mit Partner/in?“ Beleuchte auch die Gegenseite. Was spricht konkret dafür, die Beziehung doch noch fort zu führen?

Welche Nachteile hätte eine Zukunft ohne Partner/in?“ Lasse auch die negative Seite nicht außer Acht. Welche Nachteile entstünden für Dich, wenn Du die Beziehung beendest? (etwa aus finanzieller Hinsicht, die Aufgabe der gemeinsamen Wohnung, ….)

Welche Nachteile hätte eine Zukunft mit Partner/in?“ Und auch hier solltest Du Dir die Gegenseite anschauen. Welche Nachteile gibt es, wenn Du doch mit ihm oder ihr zusammen bleibst?

Halte diese Erkenntnisse am besten schriftlich fest! So vergisst Du nichts. Und hast etwas, woran Du Dich orientieren kannst.

Schritt 4: Entscheidung treffen!

Du hast nun viel Wichtiges für Dich herausgefunden. Erkenntnisse, die Dir weiterhelfen. Dabei, eine Entscheidung zu treffen.

Genau dafür ist es jetzt Zeit. Doch denke daran: bei einer Beziehung handelt es sich um eine Herzensangelegenheit. Und deshalb sollte der emotionale Bereich IMMER über den rationalen gestellt werden. Sonst wirst Du Dein persönliches Glück nicht finden…

Fazit

Sowohl der emotionale als auch der rationale Bereich sind entscheidend. Um für sich selbst herauszufinden: WILL und kann ich die Beziehung überhaupt noch retten? Oder ist es besser, den Schlussstrich zu ziehen?

Es gibt bestimmte Faktoren, die auf beiden Ebenen für bzw. gegen eine Rettung sprechen. Gehe gründlich in Dich. Schreibe auf, wie es in Deiner Situation aussieht. Und nimm Dir wirklich Zeit dafür…

Das letzte Wort haben die Gefühle. Denn diese wiegen bei der Frage „Beziehung retten oder nicht?“ einfach schwerer. Schließlich braucht es Gefühle, um eine Beziehung führen zu können. Ohne sie geht es nicht! Genau deshalb solltest Du zum Schluss auf Deinen Bauch hören. Und die entsprechenden Konsequenzen ziehen…