Du fragst Dich, wann Du wieder eine neue Beziehung nach der Trennung beginnen kannst/ sollst? Wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist?

Ich möchte Dir helfen! Und zeige Dir in diesem Beitrag:

1) wann der richtige und wann der falsche Zeitpunkt für eine neue Beziehung nach der Trennung ist

2) auf Sonderfälle bei einer neuen Beziehung nach Trennung eingehen

3) Was bei einer neuen Beziehung nach Trennung mit Kind zu beachten ist

4) Warum Männer deutlich schneller in einer neuen Beziehung nach dem Aus sind

5) Warum Frauen hingegen mehr Zeit brauchen, um eine Folgepartnerschaft zu beginnen

6) und ein Fazit mit Pro und Contra für eine Beziehung sofort nach der Trennung ziehen


 

neue Beziehung nach der Trennung – wann ist die richtige und wann die falsche Zeit dafür?

Inhaltsverzeichnis

Eine Trennung ist stets ein heftiger Einschnitt. Auch deshalb ist immer wieder zu lesen: „Stürze Dich nicht gleich in eine neue Beziehung!“ Doch wann ist der richtige Zeitpunkt dafür gekommen?

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine neue Beziehung nach der Trennung gekommen?

Im Folgenden möchte ich Dir einige wichtige Merkmale vorstellen. Anhand derer Du erkennen kannst: Nun bin ich wirklich bereit für eine neue Beziehung. Welche Merkmale das sind? Schauen wir uns das mal genauer an:

Merkmal 1: Du denkst nur noch selten an Deine/n Ex

Klar, hin und wieder kommt er oder sie schon in Deine Gedanken. Doch nur manchmal – und nicht mehr ständig, so wie unmittelbar nach der Trennung. Und Du denkst auch nur kurz an ihn oder sie. Um Dich dann anderen, wichtigeren Dingen zu widmen…

Merkmal 2: Der Gedanke an die Trennung tut Dir nicht mehr weh

Und: Du kannst sehr neutral an die Beziehung, an den oder die Ex zurück denken. Auch der Gedanke an die Trennung fällt Dir nicht mehr schwer. Es tut nicht mehr weh. Sondern ist etwas, das in der Vergangenheit passiert ist – und damit hat sich die Sache. Du bist frei!

Merkmal 3: Du hast ihm oder ihr längst verziehen

Auch daran lässt sich erkennen, dass Du wirklich über ihn oder sie hinweg bist: Du kannst ihm/ ihr seine/ihre Fehler verzeihen. Ja, es ist einiges schief gelaufen auf seiner/ihrer Seite. Doch auch Du hast bestimmte Fehler begangen. Und alles führte schließlich dazu, dass Ihr beide Euch getrennt habt. Na und?!?

Merkmal 4: Du kannst Dich voll und ganz auf die neue Beziehung einlassen

Du lebst im Hier und Jetzt. Und kannst Deinen neuen Partner, Deine neue Partnerin wirklich wahrnehmen. Schätzen und lieben, mitsamt all den Facetten. Deine Gefühle sind da – und bereit für neue Liebesabenteuer.

Merkmal 5. Du brauchst den oder die Neue/n nicht, um Dich (wieder) liebenswert zu fühlen

Du fühlst Dich wohl mit Dir selbst. Du bist zufrieden mit Dir – und brauchst daher keine Beziehung, um Dich besser, schöner, attraktiver, liebenswerter, … zu fühlen. Dass es jetzt wieder jemandem in Deinem Leben gibt, ist da nur ein Bonus – wenngleich auch ein sehr schöner.

Merkmal 6: Du hast wieder Lust, Dich zu verlieben, eine Beziehung zu führen

Du bist emotional bereit, um eine neue Beziehung zu beginnen. Du hast Lust darauf, wieder Schmetterlinge im Bauch zu spüren! Auf Wolke Sieben zu schweben. Pärchendinge zu unternehmen, eine Beziehung zu etablieren, zu entwickeln. Und bist da – nicht mehr und nicht weniger.

Merkmal 7: Du hast aus der vergangenen Beziehung gelernt

Vor allem, wie Du es in der jetzigen besser machen kannst. Was dir fehlte, was Du Dir von dem jetzigen Partner, der jetzigen Partnerin wünschst. Ja, damals ist nicht alles gut gelaufen – doch nun hast Du die Chance, das zu korrigieren. Und Deine Erkenntnisse umzusetzen…

Merkmal 8: Du kannst gelassen über die Trennung reden – und über deren Umstände

Selbst, wenn sie für Dich damals sehr unschön verlaufen ist. Vielleicht wurdest Du sogar sitzen gelassen, aufgrund eines/r Neuen. Vielleicht habt Ihr Euch im Streit getrennt. Oder die Trennung kam für Dich sehr überraschend. Es tat damals sehr weh – doch heute kannst Du offen darüber reden. Und stehst dem Ganzen gelassen gegenüber – vorbei ist vorbei!

Wann ist der falsche Zeitpunkt für eine neue Beziehung nach der Trennung?

Doch gibt es auch Phasen, in denen es schlicht und einfach zu früh für eine neue Partnerschaft ist. Anhand der folgenden Merkmale kannst Du dies erkennen:

Merkmal 1: Du hoffst insgeheim noch immer auf eine Versöhnung mit dem/ der Ex

Denn Du vermisst ihn oder sie. Der Gedanke an ihn/sie lässt Dich nicht kalt – im Gegenteil. Und hin und wieder ertappst Du Dich, wie Du denkst: „Wie schön es wäre, wenn wir beide wieder zusammen kommen würden! Denn wir passen doch so gut zueinander…“

Merkmal 2: Du kannst nicht neutral an den oder die Ex denken

Vielmehr kommen die Emotionen in Dir hoch, sobald er/ sie Dir in den Sinn kommt. Und Du belässt es nicht bei diesem einen kurzen Gedanken. Sondern denkst lange über ihn/ sie nach. Und das immer und immer wieder…

Merkmal 3: Der Gedanke an die Trennung nimmt Dich noch immer mit

Ganz ähnlich sieht die Sache hier aus: Wenn Du an die Trennung zurück denkst, nimmt es Dich mit. Du könntest wahlweise in Tränen ausbrechen, in Zorn geraten, wehmütig werden oder denken „Ach, hätte ich doch nur“. Doch eines ist sicher: Rational kannst Du die Trennung nicht sehen.

Merkmal 4: Du romantisierst die vorige Beziehung

Gut, irgendwie weißt Du schon: Die Trennung wird nicht einfach so passiert sein. Doch blendest Du all die Momente aus, in denen Du Dich unwohl bis unglücklich gefühlt hast. Die Beziehung erscheint Dir im Nachhinein als wahres Paradies – und der oder die Ex als Partner, der wie für Dich gemacht ist.

Merkmal 5: Du weißt nicht, warum die Beziehung in die Brüche ging

Gut, es wird schon Gründe geben, warum Ihr beide als Paar gescheitert seid. Doch kannst Du diese nicht sehen. Dich nicht damit befassen. So bleibt eine ungelöste Baustelle – und das behindert Dich, beschneidet Dich in Deiner Freiheit. Umso weniger kannst Du Dich auf das Neue einlassen…

Merkmal 6: Du kannst noch immer nicht offen und ehrlich über die Umstände der Trennung sprechen

Vor allem dann nicht, wenn Du es warst, die/ der verlassen wurde. Stattdessen druckst Du herum oder erfindest Geschichten. Deshalb, weil Dich die Trennung noch immer mitnimmt. Und Du sie nicht verwunden hast.

Merkmal 7. Du sprichst sehr negativ über den oder die Ex

Auch dies ist ein Zeichen: Dafür, dass die Trennung von Deiner Seite aus noch längst nicht überwunden ist. Denn in diesem Fall spielen ebenfalls zahlreiche Emotionen mit hinein. Mit der Partnerschaft abgeschlossen zu haben sieht anders aus…

Merkmal 8: Du hast noch nicht zu Dir selbst gefunden

Sondern fühlst Dich noch immer allein, einsam, wertlos, nicht liebenswert, und so weiter. All dies Gefühle, die nach der Trennung und bei Liebeskummer an der Tagesordnung sind. Doch braucht es nun mal ein gewisses inneres Gleichgewicht, um wieder zu sich selbst zu finden. Alles andere würde die neue Beziehung nur belasten!

Schritt für Schritt Anleitung: Finde für Dich heraus, ob Du schon bereit für eine neue Beziehung bist

Ja, es ist nicht unbedingt leicht, herauszufinden: Bin ich schon bereit für eine neue Partnerschaft? Mit meiner Schritt für Schritt Anleitung möchte ich Dir helfen!

Schritt 1: Setze Dich hin und reflektiere ehrlich die Beziehung

Wie ist sie WIRKLICH verlaufen? Gab es zwischen Euch wirkliches Vertrauen? Dieses grundlegende Einverständnis? Habt Ihr alle wichtigen Werte und Einstellungen miteinander geteilt? Hattest Du das Gefühl, ihn oder sie wirklich zu kennen?

Oder war es eher so, dass Ihr nebeneinander hergelebt habt? Dass es (viel) Streit gab zwischen Euch? Dass es ungeklärte Konflikte gab, die Ihr einfach nicht lösen konntet (vielleicht sogar über stets die gleichen Themen)?

Bitte sei ehrlich zu Dir selbst und denke über all das nach. Denn dies ist sehr, sehr wichtig!

Schritt 2: Schreibe auf, wie häufig Du an ihn oder sie denkst

Auch daran kannst Du erkennen, ob Du schon bereit für etwas Neues nach Deiner Trennung bist. Setze Dich also hin und halte fest, wie häufig Dein/e Ex noch in Deinen Gedanken ist. Täglich – vielleicht sogar mehrmals? Oder nur ab und an, alle paar Wochen?

Je häufiger er/ sie Dir in den Sinn kommt, umso mehr Zeit solltest Du Dir lassen!

Schritt 3: Frage Dich, ob Du viel unternimmst

Wie sehr Du die Trennung überwunden hast? Das kannst Du auch daran ablesen, wie unternehmungslustig Du bist. Du unternimmst viel, gehst gerne aus, triffst Dich mit Freunden? Umso besser!

Je mehr Du Dich jedoch zu Hause vergräbst, mit Deinem Kummer alleine bleibst, umso stärker hält Dich die Partnerschaft noch gefangen – so einfach ist das.

Schritt 4: Frage Dich, auf welche Weise Du an Deine/n Ex denkst

Je neutraler, umso besser – dies ist die kurze Antwort auf die obige Frage. Wenn Du den oder die Ex beschreiben kannst, ohne gleich in die Luft zu gehen oder nostalgisch zu werden, hast Du es geschafft – und bist wirklich frei für Neues.

Schritt 5: Stelle fest, ob Du offen über die Trennung reden kannst

Über deren Umstände und wie es dazu kommen konnte. Weiß Dein Umfeld darüber Bescheid? Je mehr Du es verschämt verschweigst, umso stärker die Wahrscheinlichkeit: Da ist noch einiges nicht aufgearbeitet.

Schritt 6: Überprüfe, ob Du mit der Vergangenheit im Reinen bist

Damit, wie alles gelaufen ist. Mit der Beziehung, mit dem oder der Ex, mit der Trennung. Ob Du mit Dir selbst zufrieden bist, mit Deinem (damaligen) Verhalten. Auch dies ist nämlich sehr wichtig, um wirklich frei zu sein für eine neue und glückliche Partnerschaft.

Ich habe Dir nun gezeigt, woran Du erkennen kannst: „Ich bin (noch nicht) bereit für eine neue Beziehung.“ Doch kann das wirklich gut gehen? Vor allem, wenn die letzte Partnerschaft sehr lange ging?

Neuer Partner nach Trennung – Sonderfälle

Ich möchte in diesem Abschnitt auf bestimmte Sonderfälle in Sachen Neuer Partner nach Trennung eingehen. Und die drängendsten Fragen in diesem Zusammenhang beantworten…

Sonderfall 1: Neue Partner nach langer Beziehung – kann das nach so einer langen Partnerschaft gut gehen?

Wenn man eine lange Beziehung hatte und nach der Trennung jemanden kennenlernt, kommt man automatisch ins Grübeln: Hat die neue Partnerschaft überhaupt eine Chance? Oder ist es eher ein klassischer Übergang? Um das Aus der letzten Beziehung zu überwinden?

Wie wird eine Folgepartnerschaft nach der sehr langen Beziehung erfolgreich? Worauf kommt es an?

Stimmt die Ansicht mancher, dass die erste Beziehung nach der Trennung selten hält? Hier habe ich einige wichtige Hinweise für Dich:

Es kommt erstens auf Deine Gefühle an

Kannst Du dem neuen Partner vertrauen? Ihm oder ihr Akzeptanz entgegenbringen? Bist Du ihm oder ihr wirklich offen und ehrlich gegenüber? Kannst Du Dich auf die neue Bindung einlassen – vor allem nach dieser Partnerschaft, die nun mal sehr lange ging? Und Deinen Gefühlen vertrauen? All das spielt hier zusammen – und entscheidet mit darüber, ob Deine neue Beziehung erfolgreich sein wird oder nicht.

Es kommt zweitens darauf an, wie einfach / schwierig die Trennung Deiner langen Beziehung war

Besonders bei schweren Trennungen oder Scheidungen braucht man eindeutig länger, um das Aus zu verarbeiten. Und nicht selten muss man sich aufgrund dieser oder jener Punkte noch mit dem / der Ex auseinandersetzen. Je stärker dies der Fall ist, umso schwerer wird es auch, sich wirklich auf die neue Beziehung einzulassen. Vor allem nach einer langjährigen Partnerschaft.

Es kommt drittens darauf an, ob und wie sehr Du mit dem / der Ex nach dem Aus der langen Beziehung noch in Kontakt bist

Vielleicht müsst Ihr aufgrund Eurer Kinder ohnehin in Kontakt stehen. Vielleicht gibt es noch dieses oder jenes zu klären. Vielleicht könnt Ihr beide noch nicht voneinander los lassen und seid deswegen noch in Kontakt.

Doch eines ist klar: Je intensiver man mit dem oder der Ex noch zu tun hat, umso schwerer wird es für den ersten neuen Partner nach der Trennung – und somit für die Beziehung.

es kommt viertens darauf an, wie sehr man daran gewöhnt ist, in einer Beziehung zu sein

Wer lange in einer Beziehung war, tut sich erfahrungsgemäß erst einmal schwer, plötzlich Single zu sein. Sozusagen alleine da zu stehen. Auch deshalb suchen sich viele rasch einen neuen Partner. Doch handelt es sich dabei eher selten um die große, wahre Liebe. Sondern eher um eine Art Trost – um nicht mehr allein sein zu müssen.

Es kommt fünftens darauf an, wie sehr man die jetzige Beziehung mit der vorigen vergleicht

Je stärker dies der Fall ist, umso mehr wird die neue Bindung darunter leiden. Umso schwerer fällt es einem selbst, sich wirklich auf den oder die Neue/n einzulassen. Und Gefühle zu entwickeln. Denn da ist ja immer diese alte Partnerschaft im Hintergrund, die als Maßstab gilt… Dann sollte man von der Partnersuche erst einmal Abstand gewinnen.

Es kommt sechstens darauf an, wie sehr man über die Trennung der langen Beziehung hinweg ist

Und seinen Liebeskummer überwunden hat. Dies ist dann der Fall, wenn man neutral an alles zurückdenken kann. Wenn keine Vorwürfe mehr an den oder die Ex gerichtet werden. Wenn man im Hier und Jetzt sein kann – nicht mehr und nicht weniger.

Es kommt siebtens darauf an, wie realistisch man die vorige langjährige Beziehung sieht

Gerade wenn der Trennungsschmerz noch nicht völlig überwunden ist, ist die Gefahr groß, zu romantisieren. Bestimmte Dinge, die nicht wirklich gut gelaufen sind, auszublenden. Zu beschönigen. Und die Beziehung insgesamt zu romantisieren. Wenn dem so ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die frische Beziehung ebenfalls auseinander bricht…

Wann funktioniert eine Folgepartnerschaft nach der (sehr) langen Beziehung?

Die erste Beziehung nach der Trennung ist stets eine besondere. Doch wie kannst Du erkennen, ob sie länger hält oder nicht? Hier habe ich einige Punkte für Dich aufgeschrieben:

Sie funktioniert, wenn: 1: Du davon überzeugt bist, dass der/ die Neue der Richtige für Dich ist

Nur dann, wenn Du so fühlst, wirst Du auch wirklich diese neue Beziehung führen wollen – und können. Es muss also eine gewisse Vertrautheit zwischen Euch herrschen. Eine Übereinstimmung – in emotionaler, in körperlicher Hinsicht. Nur dann kann und wird es klappen – und zwar nicht nur kurzfristig.

Sie funktioniert,, wenn 2: Ihr beide eine tiefe und innige Beziehung führt

Stichwort „sich darauf einlassen“. Sehe die vorige Beziehung wirklich als vergangen an. Als etwas, das schön und auch traurig war – und vor allem ist es nun zu Ende. Nur so wirst Du diese Tiefe und diese Verbundenheit in die neue Bindung mit hinein bringen können. Eigenschaften, die es braucht, um eine längere Beziehung zu führen.

Sie funktioniert,, wenn 3: wenn Du Dich nicht unter Druck setzt

Klar ist es schön, so kurz nach der Trennung wieder umschwärmt zu werden. Vor allem ist es Balsam für das angekratzte Selbstwertgefühl.

Doch frage Dich dabei bitte: „Bin ich persönlich dazu bereit? Bin ich emotional schon so weit, um eine Beziehung jetzt schon führen zu können? Eine Beziehung, die diesen Namen auch verdient? Und nicht nur als Trost gedacht ist?“

Sie funktioniert, wenn 4: Du den Anderen um seiner selbst willen liebst

Der oder die Neue ist für Dich kein Trostpflaster. Sondern ein Mensch, den Du schätzt – mit all seinen Ecken und Kanten. Er/ sie fasziniert Dich – Du könntest Stunden mit ihm oder ihr verbringen (ach was, Tage, Wochen….). Du entwickelst Dich weiter mit ihm/ ihr, mit der Partnerschaft. Und Du genießt dies in vollen Zügen…

Wann funktioniert eine Folgepartnerschaft nach der (sehr) langen Beziehung nicht?

Sie funktioniert nicht, wenn 1: Du noch immer mit dem/ der Ex in Kontakt bist

Gut, manchmal ist das in Kontakt bleiben nach der Trennung unumgänglich. Zum Beispiel bei gemeinsamen Kindern. Doch wenn Du ohne jeden Anlass mit ihm oder ihr in Kontakt bleiben willst, ist das ein Zeichen, dass Du noch nicht loslassen kannst. Dass Du noch an dem oder der Ex hängst.

Sie funktioniert nicht, wenn 2: Du die Trennung noch nicht überwunden hast

Der Liebeskummer ist noch immer vorhanden, wenn Du ehrlich bist. Du denkst noch sehr häufig an die Beziehung zurück. An den oder die Ex. Und bist noch längst nicht bei Dir angekommen. Kurz: Du hast die Trennung noch nicht verarbeitet.

Sie funktioniert nicht, wenn 3: Du noch nicht zu Dir selbst gefunden hast

Du fühlst Dich innerlich immer noch wertlos. Allein gelassen. Wenig liebenswert. Verlassen. Keine guten Voraussetzungen, um eine neue Beziehung zu beginnen! Denn meist nimmt man schon die kleinsten Zeichen der Wertschätzung dankbar entgegen. Doch ob es wirklich passt, das steht auf einem anderen Blatt…

Sie funktioniert, wenn 4: Ihr beide Euch eigentlich nicht wirklich etwas zu sagen habt

Ja, es ist schön, (wieder) eine Beziehung zu haben. Doch wenn Du ehrlich bist: Ihr beide habt Euch eigentlich nur wenig zu sagen. Ihr tickt anders, habt gegensätzliche Wertvorstellungen, Hoffnungen, Wünsche und Ziele. Am Anfang ist das vielleicht noch spannend. Doch auf die Dauer führt das meist zu einer stetig wachsenden Distanz…

Sie funktioniert, wenn 5: Du nicht allein sein kannst

Du bist froh, jemanden an Deiner Seite zu haben. Hauptsache, eine Beziehung – und nicht allein sein müssen. Doch die große Liebe? Die hast Du Dir eigentlich anders vorgestellt, wenn Du ehrlich bist….

Nachbemerkung: Sei offen und ehrlich

Spreche mit dem oder der Neuen offen darüber, wie es bei Dir aussieht. Dass Du gerade eine lange Beziehung hinter Dir hast. Noch nicht so recht weißt, ob all dies schon verarbeitet ist. Lege die Karten auf den Tisch – das ist nur fair! Und benutze den Anderen bitte nicht – das würdest Du Dir an seiner/ ihrer Stelle auch nicht wünschen…

Wenn Kinder mit im Spiel sind, wird es erfahrungsgemäß ein wenig komplizierter. Was also tun, um dem Nachwuchs die auch für ihn neue Situation zu erleichtern?

Sonderfall 2: Beziehung nach Trennung mit Kind

Wenn Du eine neue und frische Beziehung hast, kann das zu Schwierigkeiten mit Deinem Kind führen. Daher möchte ich Dir hier ein paar wichtige Tipps geben. Die Euch allen die noch ungewohnte Situation erleichtern…

Neue Partnerschaft – wie sollst Du es Deinem Kind sagen?

Den neuen Freund dem Kind vorzustellen, ist für keinen der Beteiligten leicht. Hier einige Ratschläge:

Tipp 1: Sage es Deinem Kind in einer ruhigen Minute

Sage es Deinem Kind in einem ruhigen Moment. Und nicht zwischen Tür und Angel. Nimm Dir wirklich Zeit dafür. Um die richtigen Worte zu finden. Und bereite Dich darauf vor – etwa, indem Du das Gespräch vorher in Gedanken einmal (zwei-, dreimal,…) durchspielst.

Tipp 2: Mache ihm dabei klar, dass der andere Elternteil nach wie vor da ist

Besonders ältere Kinder haben bei einer neuen Partnerschaft des Elternteils rasch das Gefühl in einen Loyalitätskonflikt zu geraten. Die Partei des zweiten Elternteils ergreifen zu müssen.

Vielleicht macht sich Dein Kind (unbewusst) auch Vorwürfe, an der Trennung schuld zu sein. Wichtig ist deshalb, ihm genau diese Angst zu nehmen. Ihm klar und deutlich zu sagen „Mama und Papa sind nach wie vor für Dich da. Egal, was kommt. Und wir kümmern uns nicht weniger um Dich, weil wir wieder eine Beziehung haben..“

Tipp 3: Nehme es nicht persönlich, wenn das Kind keine allzu große Freude zeigt

(nicht nur) Kinder brauchen Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Vor allem dann, wenn die Trennung der Eltern noch nicht zu lange her ist. Wenn sich das Kind vielleicht noch nicht mit der Trennung abgefunden hat. Und insgeheim noch immer hofft, dass Mama und Papa wieder zusammen zu kommen.

Daher: Erwarte nicht, dass Dein Kind gleich freudestrahlend auf diese Neuigkeit reagiert. Sondern erst einmal Zurückhaltung zeigt. Das ist normal. Warte daher ab und zeige Geduld. Sowie Verständnis…

Dränge es bitte auch nicht, den neuen Freund oder die Freundin an Deiner Seite so schnell wie möglich kennenlernen zu wollen. Das bringt nichts, das haben die Erfahrungen eindeutig gezeigt!

Tipp 4: Spreche nicht schlecht über den oder die Ex

Das sollte grundsätzlich selbstverständlich sein. Doch will ich es hier an dieser Stelle noch einmal erwähnen.

Dein Sohn/deine Tochter hat ohnehin schon genug mit der neuen, der veränderten Situation zu kämpfen. Wenn Du es nun noch in Konflikte mit Deinem/r Ex mit hinein ziehst, machst Du alles nur noch schlimmer. Deshalb:

  • Halte es strikt aus allen Konflikten dieser Art heraus.

  • Bringe Dein Sohn/deine Tochter nicht in die Situation, dass es Partei ergreifen muss.

  • Sprich gegenüber Deinem Nachwuchs nicht schlecht über den/ die Ex.

  • Zeige Deinem Sohn/deiner Tochter vielmehr, dass Du den/ die Ex trotz allem noch achtest – Du hast eine Vorbildfunktion und bitte versuche diese auch auszuleben!

  • Sei Dir bewusst, dass das Wohl Deines Kindes stets an erster Stelle steht.

  • Und dass es ohne den oder die Ex auch kein gemeinsames Kind gäbe.

Wann dem Kind vom neuen Partner/in erzählen?

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um Deinem Kind von der neuen Partnerschaft zu erzählen? Auch dies ist nicht ganz einfach – daher hier ein paar praktische Anweisungen:

Erzähle Deinem Sohn/deine Tochter erst dann vom neuen Freund oder der neun Partnerin, wenn es zwischen Dir und dem/ der Ex wirklich aus ist

Du solltest wirklich mit dem oder der Ex abgeschlossen haben. Wenn Du insgeheim nämlich immer noch an dieser Beziehung hängst, wird sich dies ungut auf die neue auswirken. Und das wird auch Dein Kind spüren.

Sei Dir also sicher, dass der/ die Neue wirklich etwas bedeutet. Dass Du bereit bist, Dich auf das Neue einzulassen. So kannst und wirst Du Deinem Kind vermitteln: Zwischen Mama und Papa ist es aus. Und zwar für immer. SO wirst Du keine falschen Hoffnungen erwecken. Und die frische Liebe auch gegenüber Deinem Kind besser vertreten können.

Erzähle Deinem Nachwuchs erst dann vom neuen Partner, wenn Du Dir wegen der Beziehung wirklich sicher bist

Wie gesagt : Dein Sohn/deine Tochter hofft vielleicht noch immer, dass Mama und Papa wider Erwarten doch noch einmal zusammenfinden. Dies kann mit ein Grund dafür sein, den neuen Partner (vorerst) nicht zu akzeptieren, nicht akzeptieren zu wollen.

Wichtig ist daher, dass Du Dir der neuen Partnerschaft wirklich sicher bist. Dass Du innerlich das Gefühl hast: „Das mit uns beiden, das passt.“ So kannst Du auch Deinem Nachwuchs gegenüber besser die neue Beziehung „präsentieren“ und vertreten. Denn eines ist sicher: Ein Kind spürt instinktiv, was los ist!

Neue Beziehung nach Trennung: Wie dem Kind den neuen Partner vorstellen?

Der Zeitpunkt ist reif – und Du willst den neuen Partner, die neue Partnerin nun Deinem Kind vorstellen. Doch wie am besten? Zu welcher Gelegenheit?

Tipp für das Vorstellen 1: Kündige Deinem Nachwuchs das Treffen mit dem neuen Partner vorher an

Schleppe das Kind nicht einfach zu Eurem gemeinsamen Treffen. Kündige das erste Kennenlernen zu dritt vielmehr vorher an – und bitte nicht zeitlich zu knapp. So kann sich das Kind schon einmal drauf einstellen.

Achte auch darauf, dem Sohn/deine Tochter die Wahl zu lassen. Sage so etwas wie: „Ich würde mich freuen, wenn ich Dir jemanden vorstellen darf.“ Warte seine Reaktion ab. Lasse ihm die Entscheidung, ob es mitkommen will oder nicht. Und sei bitte auch dann verständnisvoll, wenn Dein Sohn/deine Tochter fünf Minuten vorher absagt.

Tipp für das Vorstellen 2: Unternehmt etwas zu dritt!

Plane etwas Schönes, was Euch dreien Spaß machen könnte. Vielleicht trefft Ihr Euch auf dem Spielplatz. Oder beim Klettern, im Zoo,… worauf immer Ihr Lust habt.

Aber bitte noch nicht zu Hause bei Dir. Dafür ist es jetzt noch zu früh. Draußen, jenseits der eigenen vier Wände, könnt Ihr drei Euch erst einmal gegenseitig „beschnuppern“ (bzw. der neue Partner und Dein Nachwuchs). Und Dein Nachwuchs ist erfahrungsgemäß offener. Warum? Weil der neue Partner eben noch nicht in die „familiäre Intimsphäre“ eingedrungen ist.Wie das Kind an den neuen Partner gewöhnen?

Wie das Kind an den neuen Partner gewöhnen?

Wie bereits erwähnt: Es braucht ein wenig Geduld von Erwachsenenseite aus, bis das Sohn/deine Tochter den neuen Partner wirklich akzeptieren und schätzen lernen kann. Hierzu einige wichtige Tipps und Bemerkungen:

Vorbemerkung: Wie schnell sich das Kind an Deinen neuen Partner gewöhnt, hängt vom Alter ab

Wie die Kinder mit der neuen Situation klar kommen, hängt auch von dem jeweiligen Alter ab. Hier ein Überblick – in der Tabelle:

Alter des KindesHinweise hierzu
0 bis 3Erfahrungsgemäß weniger Probleme. Denn: Je jünger Dein Kind ist, umso besser stehen die Chancen für neue Familienkonstellationen.
3 bis 6Das Kind kann mit Zorn, Eifersucht und Wut reagieren. Auch, weil es sich nicht selten mit schuldig an der Trennung der Eltern fühlt. Daher: Sei bitte geduldig und gehe sorgfältig vor!
6 bis 12Das heikelste Alter in diesem Zusammenhang. Denn: Es besteht eine lange Bindung zu den lieblichen Eltern. Nun kommt ein Ersatzelternteil hinzu. Das führt nicht selten zu Loyalitätskonflikten: Das Kind fühlt sich wie ein Verräter, wenn es sich gut mit dem neuen Partner versteht. Wenn dem nicht so ist, haben sie hingegen nicht selten ein schlechtes Gewissen.
TeenagerAb jetzt wird es leichter. Denn Teenager können die Gründe der Eltern besser verstehen. Sie nachvollziehen. Und die Dinge mit mehr Abstand betrachten – auch, weil die „Außenwelt“ nun immer wichtiger wird. Daher reagieren sie oft nicht so ablehnend.

Vorbemerkung 2: Wie schnell sich das Kind an den neuen Partner gewöhnt, hängt davon ab, ob das Kind die meiste Zeit bei Dir oder bei/m Ex ist

Ferner spielt eine Rolle, ob sich das Kind hauptsächlich bei Dir oder bei Deiner/m Ex aufhält. Wenn ersteres der Fall ist: Bitte beweise Geduld und Verständnis. Denn Du bist nun mal der Hauptansprechpartner für Dein Kind…

Wenn es Dich hingegen z.B. am Wochenende besucht, gibt es oftmals weniger Probleme.

Tipp 1: Der neue Partner sollte sich erst einmal zurückhalten

Dein Kind hat sein eigenes Tempo. Es will sich – verständlicherweise – nicht drein reden lassen, wie es den Partner an Deiner Seite zu finden hat. Und dass es bitte sofort mit diesen beiden klappen soll.

Deshalb sollte sich Dein neuer Partner, Deine neue Partnerin erst einmal zurückhalten. Im Hintergrund bleiben, vor allem, wenn es um Erziehungsfragen geht. Das ist Sache der leiblichen Eltern!

Tipp 2: Erkläre Deinem Nachwuchs immer wieder die Situation

Dein Sohn/deine Tochter ist noch immer verunsichert. Getroffen davon, dass sich die Eltern nicht mehr lieben. Auch, wenn es das vielleicht nicht immer zeigt.

Wichtig ist, gerade jetzt Liebe und Zuneigung zu zeigen. Ihm zu beweisen: „Ich liebe Dich nicht weniger, weil jetzt jemand anderes an meiner Seite ist. Du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Und ich werde immer für Dich da sein.“

Tipp 3: Der/ die Neue sollte das Kind nicht gleich zu Bett bringen oÄ

Bestimmte Tätigkeiten und Aktivitäten sind sehr intim und innig – wie etwa das Ins Bett bringen. Sie erfordern Vertrauen. Und sollten deshalb nicht gleich von dem oder der neuen Partner/in übernommen werden.

Tipp 4: Er/ sie sollte nicht die Vater/Mutterrolle übernehmen

Das ist eigentlich der größte Fehler in diesem Zusammenhang: Wenn der neue Partner versucht, Mutter oder Vater zu ersetzen. Um den ersten Platz zu konkurrieren. Denn mal ehrlich: Die leiblichen Eltern spielen für das Kind noch immer eine andere, gewichtigere Rolle. Und selbst wenn der Ex kaum im Alltag eine Rolle spielt: Er ist nach wie vor ein einflussreicher Teil im Leben des Kindes und der Familie.

  • Daher sollte sich der oder die Neue nicht als Erzieher in die Familie einbringen.

  • Sondern eher als ein erwachsener Freund.

So kommt es gar nicht erst zu Szenen, in denen das Kind Sätze sagt wie „Du bist nicht mein leiblicher Vater/ meine leibliche Mutter. Du hast mir gar nichts zu sagen!“

Tipp 5. Beobachte Dein Kind auch weiterhin intensiv

Man kann einem Kind oftmals nur schwer ansehen, wie sehr es trauert. Denn es geht anders mit Hoffnung oder Wut um.

  • Vielleicht schmollt es.

  • Vielleicht wird es auf einmal sehr, sehr anhänglich.

  • Vielleicht will es jetzt ständig Deine Aufmerksamkeit.

  • Vielleicht verhält es sich sehr abweisend gegenüber dem oder der Neuen.

Doch steckt dahinter meist die eine Botschaft: „Ich bin noch nicht darüber hinweg, dass meine Familie auseinander gebrochen ist. Und ich hoffe irgendwie immer noch, dass meine leiblichen Eltern wieder zusammen kommen. Mit der Situation jetzt bin ich noch überfordert…“

Tipp 6: Sei einfühlsam

Es ist ganz typisch (leider), dass Kinder erst einmal genervt auf die neue Begleitung reagieren. Oder frech zu dieser sind. Das zeigt, dass sie sich noch nicht an die Veränderung gewöhnt haben.

Was auf Erwachsenenseite zu tun ist?

  • Zeigt dem Kind, dass dessen Gedanken und Gefühle akzeptiert werden.

  • Dass es sich nicht schlecht fühlen soll/muss, wenn es solche negativen Gedanken hat.

  • Ein Satz wie „Ich weiß, dass es gerade eine schwierige Situation für Dich ist. Und es ist völlig normal, dass Du Dich noch nicht darüber freuen kannst“ kann vieles entzerren! Und Euch wieder näher zueinander führen.

Tipp 7: Sei(d) geduldig!

Eine neue Beziehung, das bedeutet auch immer: eine unbekannte Bezugsperson für das Kind, vielleicht ein Umzug, ein neuer Erzieher…. Und selbst wenn die Trennung einvernehmlich verlaufen ist: Im Kind hat sie so ihre Spuren hinterlassen. Nicht selten waren dies tiefe Wunden – drei bis vier Jahre dauert es daher meist, bis die Trennung auf Kindesseite wirklich überwunden ist.

Mit dem Zusammenziehen solltet Ihr daher am besten zwei Jahre ab der Trennung warten.

Tipp 8: Definiert Eure Rollen!

Jeder von Euch hat einen eigenen Erziehungsstil. Auch deshalb ist es so wichtig, vorher abzuklären, welche Verhaltensweisen denn ab jetzt gelten. Welche Gewohnheiten bisher herrschten und auch weiterhin herrschen sollen. Setzt Euch daher zusammen – am besten mit dem oder der Ex – und sprecht Euch ab.

Tipp 9: Seid realistisch!

Eine neue Familienkonstellation – das bedeutet auch immer Konfliktstoff. Bitte stellt Euch darauf ein! Und nehmt Abstand von allzu romantischen Idealvorstellungen.

  • Geht bewusst mit der Situation um.

  • Setzt euch als „neu geformte“ Familie ca. zwei mal im Monat zusammen.

  • Sprecht offen darüber, wie es Euch geht. Wie Ihr Euch fühlt.

  • Und was sich vielleicht noch verbessern lässt.

  • Seid also bereit, Euch weiter zu entwickeln, zu wachsen und zu lernen.

Hier habe ich Dir zwei wichtige Sonderfälle vorgestellt. Doch hast Du Dich auch schon mal gefragt, warum Männer nach dem Aus so schnell eine weitere Beziehung eingehen?

Warum haben Männer gleich eine neue Beziehung nach der Trennung?

Man hört es immer wieder: Kaum hat sich der Mann getrennt, wird er schon mit einer Neuen an seiner Seite gesichtet. Und die Ex fragt sich: „Warum hat er mich so schnell ersetzt? Liegt es an mir oder ist es etwas Grundsätzliches?“

Warum suchen sich Männer gleich nach der Trennung jemand Neuen?

Männer haben verschiedene Gründe, warum sie nach der Trennung schnell(er) wieder eine Beziehung eingehen. Hier will ich Dir die wichtigsten vorstellen:

Grund 1. Weil sie vergessen wollen

Männer haben oftmals eine unbewusste Angst, sich mit ihrem Trennungsschmerz auseinander zu setzen. Die Gefühle, die nun aufkommen, wirklich zuzulassen. Deshalb setzen sie auf die Taktik verdrängen und vergessen – und holen sich eine neue Partnerin an ihre Seite.

Grund 2. Weil sie die Trennung noch nicht verarbeitet haben

Umso mehr brauchen sie nun die Sicherheit. Auch deshalb sind sie so rasch wieder zu einer neuen Beziehung bereit.

Und: Sie können sich nicht mit den Gründen für das Aus beschäftigen. Wollen dies unbewusst vielleicht nicht. Der Gedanke an die Ex tut noch zu weh. Ihr Selbstbewusstsein ist völlig im Keller. Und durch die Neue haben sie nun das Gefühl, sich all diesen Problemen nicht mehr stellen zu müssen. Das führt jedoch dazu, dass die Partnerin oftmals nur eine Art Trostpflaster ist.

Grund 3. weil sie den Sex brauchen

Männern ist Sex wichtiger als Frauen. Vielleicht auch, weil das Miteinander schlafen stets (auch) eine Möglichkeit ist, der Bettgefährtin nahe zu sein. Sich „ganz“ und erfüllt zu fühlen. Der Sex ist dafür eine ausgezeichnete Möglichkeit, zumindest in männlichen Augen.

Eine Partnerin kann diesen Anspruch natürlich sehr gut erfüllen. Zumal es ganz salopp gesagt nicht so anstrengend ist als jeden Abend eine Neue mit ins Bett zu schleppen…

Grund 4. weil sie nicht so wählerisch wie Frauen sind

Der Schmerz ist sehr, sehr stark. Und der einzige Ausweg aus eben diesem Schmerz scheint eine neue Partnerin zu sein…

Sie sind bei der Wahl ihrer neuen Partnerin auch nicht so wählerisch wie Frauen. Diese sind zudem bereits einige Zeit vor der Trennung unzufrieden in der Beziehung – doch brauchen sie eine Weile für eben diesen Entschluss. Und danach eine Art Erholungsphase… Sie genießen diese Zeit auch, so hart sie ist. Bei Männern ist dies hingegen nicht so…

Grund 5. weil sie Angst haben, alleine zu sein

Selbstzweifel, Ängste, Schmerz, Leere und Orientierungslosigkeit sind nun oftmals an der Tagesordnung. Und für viele Männer bedeutet der Gedanke an das Alleinsein das Schlimmste, was ihnen passieren kann. Es hilft also nur noch eines: eine neue Partnerin.

So sieht es also bei den Männern aus. Doch was ist mit den Frauen?

Neue Beziehung nach Trennung – warum brauchen Frauen Zeit, bis sie eine Partnerschaft eingehen?

Frauen, das hat die Erfahrung deutlich gezeigt, brauchen deutlich länger, bis sie sich in eine neue Partnerschaft stürzen. Das gilt wohlgemerkt für die Mehrheit – es gibt auch in diesem Bereich diverse Ausnahmen. Doch warum handeln die meisten Frauen so?

Grund 1. Sie müssen die Trennung erst einmal verarbeiten

Ihnen ist es ein wirkliches Bedürfnis, die Trennung erst einmal zu verdauen. Für sich selbst herauszufinden: Warum ist die Beziehung gescheitert? Was waren die genauen Gründe dafür? Was hätte man selbst besser machen können? Diese Fragen müssen aus weiblicher Sicht unbedingt beantwortet werden!

Grund 2. sie sind wählerischer, was die Partnerwahl angeht

Und deshalb können sie sich nicht so leicht verlieben. Müssen den Partner in spe erst einmal gründlich prüfen – taugt er etwas? Kann man Vertrauen zu ihm aufbauen? Und jeden daher gelaufenen Kerl will man schließlich auch nicht nehmen – verständlicherweise!

Grund 3. Sie können sich nicht so rasch verlieben

Männer entflammen deutlich schneller für ein weibliches Wesen als umgekehrt. Frauen brauchen hingegen eine Weile – und schauen sich erst einmal an, wer ihnen da genau gegenüber steht. Klar, die Aufmerksamkeit ist durchaus schmeichelhaft. Aber eine Beziehung eingehen? Das ist doch etwas anderes…

Grund 4. Sie können und wollen den Liebeskummer nicht verdrängen

Sondern erst einmal zu sich selbst finden. Das ist nun das Wichtigste. Dies und das Lernen aus den Fehlern in der vorigen Beziehung. Es käme ihnen irgendwie „falsch“ vor, nun, inmitten des Liebeskummers, eine weitere Partnerschaft einzugehen. Auch deshalb ziehen sie sich erst einmal zurück – und konzentrieren sich darauf, wieder zu sich selbst zu finden.

Nun hast Du gesehen, wie unterschiedlich schnell Frauen und Männer eine Beziehung nach ihrer Trennung eingehen. Doch was ist, wenn einem dabei das schlechte Gewissen dem oder der Ex gegenüber in die Quere kommt?

Neue Beziehung nach Trennung – warum hast Du ein schlechtes Gewissen?

Du hast da jemanden kennengelernt, kurz nach Deiner Trennung. Jemand sehr Besonderen – und schnell wird es zwischen Euch beiden ernst(er). Doch auf einmal tauchen da diese unliebsamen Gefühle auf – und Du hast gegenüber Deinem/r Ex ein schlechtes Gewissen. Warum ist das so?

Grund 1: Du kannst Deine eigenen Bedürfnisse noch nicht über jene Deines/r Ex stellen

Noch immer ist da diese Verbundenheit. Dieses emotionale Band. Doch genau dies führt dazu, dass Du zuerst an ihn oder sie denkst. In diesem Fall daran, wie er/ sie mit der veränderten Situation bloß zurecht kommt. Seine/ ihre Bedürfnisse stehen noch immer an erster Stelle…

Grund 2: Du kannst Dich noch nicht abgrenzen

Die Beziehung, der oder die Ex spielen nämlich immer noch eine gewisse Rolle. kommt nicht selten die Angst: Ein klärendes Gespräch könnte nur wieder Hoffnungen wecken. Damit wird deutlich: Du kannst Dich nicht abgrenzen, nicht völlig von der Beziehung lösen – zumindest jetzt noch nicht.

Grund 3: Du fühlst Dich Deinem oder Deiner Ex zu Loyalität verpflichtet

aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht verbindet Euch beide noch das ein oder andere (wie etwa gemeinsame Kinder, ein Haus, …). Oder das Loyalitätsgefühl ihm/( ihr gegenüber entspringt einer moralischen Ebene. All dies kann sein!

Wie mit dem schlechten Gewissen bei einer neuen Beziehung nach der Trennung umgehen?

Doch was tun? Hier habe ich einige Tipps für Dich:

Tipp 1: Akzeptiere die Gefühle

Siehe diese Gewissensbisse nicht als schlecht an. Vielmehr sind sie normal – und ein ganz gewöhnlicher Bestandteil des Trauerprozesses. Und sie zeigen: Du gehst achtsam mit den Gefühlen Deiner Mitmenschen um. Trampelst nicht auf deren Emotionen herum.

Tipp 2: Höre auf Deine Intuition!

Der Gedanke an ein klärendes Gespräch löst Unbehagen in Dir aus? Keine Sorge: Das ist schon in Ordnung so. Deine Gefühle haben ihre Berechtigung. Höre daher auf Deine Intuition. Bleibe bei Dir – und folge dem, was Dein Bauch Dir sagt. Denn dies ist erfahrungsgemäß immer die beste Entscheidung…

Tipp 3: Das schlechte Gewissen wird im Laufe der Zeit weniger

Treffe daher keine übereilten Entscheidungen, nur um den oder die Ex (vermeintlich) zufrieden zu stellen. Um ihm oder ihr entgegen zu kommen. Denn: Eile war niemals ein guter Ratgeber.

Zumal das schlechte Gewissen im Lauf der Zeit immer kleiner wird. Warte daher erst einmal ab – und kümmere Dich stattdessen um Deine neue Beziehung!

was kann man gegen das schlechte Gewissen bei einer Beziehung nach der Trennung tun?

Doch was tun gegen diese Gewissensbisse? Das will ich Dir in diesem Abschnitt verraten:

1. warte erst einmal ab

Wie gesagt: Das schlechte Gewissen wird von sich aus immer weniger werden. Triff daher erst einmal keine übereilte Entscheidung. Befasse Dich lieber mit Deiner Gegenwart. Und schaue, wie sich Deine Emotionen, wie sich Dein Standpunkt entwickelt…

2. kontaktiere den oder die Ex nicht, wenn Du es nicht wirklich willst

Ich will an dieser Stelle ganz ehrlich mit Dir sein: Es bringt in den seltensten Fällen etwas, den oder die Ex zu kontaktieren. Vor allem dann nicht, wenn Du Deine Gedanken und Dein Fühlen eigentlich gar nicht so recht in Worte fassen kannst. Überlege Dir daher: Willst Du ihn oder sie wirklich sehen? Was würdest Du ihm/ ihr sagen? Und würde das auch so ankommen, wie Du es Dir erhoffst?

3. Spreche mit jemandem darüber (einer Freundin, einem Vertrauten)

Gerade bei solch einer diffusen Gefühlslage hilft es, eine Meinung von außen zu hören. Und/ oder sich jemandem anzuvertrauen. Tue genau das – und sprich mit Deiner besten Freundin, Deinem Bruder, Deinem Kumpel,. … darüber. Du wirst sehen, wie gut es tut – und wie klar die Dinge manchmal von außen sind.

4. Sei Dir bewusst, dass auch Dein/e Ex Fehler begangen hat, eine Mitschuld an der Trennung trägt

Niemand ist perfekt – auch Dein/e Ex nicht. Auch er oder sie hat so manchen Fehler begangen. Und deshalb hätte er oder sie ebenfalls Grund, Dir gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben.

Es ist nun so gekommen – und unsere Gefühle suchen wir uns bekanntlich nicht aus. Und mal ehrlich: Würde er oder sie sich solch einen Kopf machen, wenn er/ sie in Deiner Haut stecken würde?!? In den meisten Fällen lautet die Antwort nein!

5. Sei Dir bewusst, dass Du ihm oder ihr nichts schuldest

Denn wie gesagt: Auch er/ sie ist „nur“ ein Mensch. Und ein Mensch begeht bekanntlich so manchen Fehler.

Du hast damals Dein Bestes getan. Es sollte mit Euch beiden jedoch nicht sein. Du hast Dir die Trennung mit Sicherheit nicht ausgesucht. Und wolltest ihn oder sie bestimmt bewusst nicht verletzen. Also schuldest Du Deinem/r Ex auch nichts – so einfach ist das. Und genau deshalb brauchst Du auch kein schlechtes Gewissen zu haben…

Du hast gesehen, wie unnötig und hinderlich es ist, ein schlechtes Gewissen nach der Trennung zu haben. Zeit, ein Fazit zu ziehen – und Pro und Contra einer neuen Beziehung (sofort) nach der Trennung gegeneinander abzuwägen!

Fazit: Nach Trennung sofort neue Beziehung – das spricht dafür und das dagegen

Warum lohnt sich eine erneute Beziehung, unmittelbar nach dem Aus? Hier habe ich einige Punkte für Dich zusammengefasst:

Pro neue Beziehung 1: Du ziehst Dich nicht noch weiter selbst runter

Und machst Dir Vorwürfe, was Du alles hättest besser machen können. Ein häufiger Fehler nach der Trennung! Wenn Du eine weitere Beziehung führst, ist dies hingegen nicht der Fall.

Pro neue Beziehung 2: Der Zeitfaktor ist nicht so entscheidend, wie man vielleicht denkt

Untersuchungen haben es ganz klar gezeigt: Es kommt nicht (nur) auf die Zeit an, die seit der Trennung vergangen ist. Entscheidend ist vielmehr, wie gut man die Trennung weg gesteckt hat. Wie sehr man bei sich selbst ist. Und wie sehr man in der Lage ist, sich auf das Neue einzulassen.

Pro neue Beziehung 3: Du fühlst Dich attraktiver und bist glücklicher

Und das auf nachhaltige Art und Weise. Du bist einfach mehr im Hier und Jetzt. Und kannst alle Vorzüge des Beziehungslebens genießen…

Pro neue Beziehung 4: Du kannst neue Beziehungsroutinen einführen oder beibehalten

Ich beobachte es immer wieder: Die meisten tun sich schwer mit der Trennung, weil die Routinen, die sie mit dem oder der Ex hatten, nun nicht mehr da sind. Besonders jene Routinen, die ihnen ans Herz gewachsen sind. Durch die neue Partnerschaft besteht nun die Chance, neue Rituale zu entwickeln. Oder die bisher gewohnten (leicht verändert) in die erneute Partnerschaft hinüber zu tragen.

Pro neue Beziehung 5: Deine Gedanken kreisen nicht ständig um den oder die Ex

Ein weit bekanntes Übel im Zusammenhang mit der Trennung. Denn man kommt nicht weiter, die Gedanken drehen sich nur im Kreis. Man zieht sich noch weiter runter. Und ist schließlich vollends deprimiert.

Contra neue Beziehung 1: Du solltest die erneute Partnerschaft nicht nur als Trost sehen

Oder als Ablenkung. Das wäre zum einen dem neuen Partner, der neuen Partnerin gegenüber nicht fair. Und es wäre dann nur eine Frage der Zeit, bis diese erneute Partnerschaft auseinander bricht…

Contra neue Beziehung 2: Du solltest keine Beziehung aus Angst vor dem Alleinsein beginnen

Leider beobachte ich das häufig: Viele beginnen nur deshalb so schnell wieder eine Beziehung, weil sie das Gefühl haben: Alleine komme ich nicht zurecht. Ich brauche (!) eine Partnerschaft, jemanden an meiner Seite! Wen, ist eigentlich egal… Doch das sind keine guten Voraussetzungen.

Contra neue Beziehung 3. Du hast die Trennung noch gar nicht richtig verarbeitet

Sondern stürzt Dich ohne Nachdenken gleich in die nächste. Wie aber willst Du verhindern, dass bestimmte Probleme und Beziehungsmuster, Verhaltensweisen wieder auftauchen? Dass Du abermals in bestimmte Beziehungsfallen tappst?

Contra neue Beziehung 4: Du findest kein inneres Gleichgewicht

Die Zeit des Trennung verarbeitens dient auch dazu, sein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Das Leben, seine eigenen Talente und Fähigkeiten (wieder) neu zu entdecken. Wer sich gleich in eine neue Partnerschaft stürzt, bringt sich vielleicht um diese Chance. Und das ist sehr, sehr schade…

Du siehst: Es gibt so einiges, was für und was gegen eine erneute Partnerschaft unmittelbar nach der Trennung spricht. Es muss nicht alles auf Dich zutreffen. Doch bitte lese diese Punkte aufmerksam durch und lasse sie Dir durch den Kopf gehen! Um dann die richtige Entscheidung für Dich zu treffen…

Hierzu noch zwei letzte Hinweise:

Hinweis 1: Vergleiche Deine Situation nicht mit anderen

Denn es liegen nun mal ganz bestimmte und individuelle Umstände bei Dir vor. Die Deine Situation schlicht und einfach einzigartig machen.
Deshalb bringt es auch nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Zu pauschalisieren (etwa im Hinblick auf den vermeintlich richtigen Zeitpunkt). Bleibe bei Dir selbst! Denn der eine ist früher bereit, der andere später… Und allgemeine Angaben helfen einem in der Hinsicht überhaupt nicht weiter.

Hinweis 2: Halte Dich nicht an Zahlen fest

Bei dem einen dauert es wenige Tage, bis er mit jemand Neuem an der Hand auftaucht. Bei dem nächsten mehrere Monate. Bei dem Dritten mehrere Jahre. Trotzdem können all diese neuen Beziehungen nach der Trennung glücklich sein – wenn man sich eben drauf einlässt!

Halte Dich daher nicht an den Zahlen fest. Nicht an dem Zeitraum, der seit der Trennung vergangen ist. Wichtiger ist vielmehr: Wie fühlt es sich für Dich an?